Jubiläum 2

Ein Jubiläum ganz spezieller Art feiert der Handballclub Oberwil (HCO), nämlich sein 50-jähriges! Gestern ein rauschendes Fest mit vielen alten Bekannten aus lange vergangenen Zeiten. Zehn Jahre (1980 – 1990) stand ich im Tor der Damen des HCO. Wir hatten damals spezielles Torhütertraining und diese „Leidensgenossen“ wieder zu sehen war eine grosse Freude und so entspann sich manch interessante Diskussion. An dieser Stelle ein Riesenkompliment an den Vorstand der seit Jahrzehnten (!) in fast unveränderter Zusammensetzung tolle Arbeit liefert. Die Einladung hat mich sehr gefreut und ich wünsche dem ganzen HCO noch lange so viel Energie und Erfolg wie in den letzten 50 Jahren. Schliesslich hätten der König und ich ohne HCO nie zueinander gefunden. Sport verbindet eben.

Jubiläum 1

Letzten Montag feierte SPO Patientschutz sein 30-jähriges Bestehen in Zürich. Als Vertreterin von physioswiss verfolgte ich mit Interesse die diversen Vorträge und Grussbotschaften. Wobei sich das eine nicht immer vom anderen unterscheiden liess. Eine Grussbotschaft ist in meinem Verständnis kurz und herzlich. Herr Faller vom BAG tendierte eher zu einem Vortrag, gemäss Programm wäre es aber eine Grussbotschaft gewesen. Nun ja. Noch nie hatte ich von Dr. Paul Vogt gehört, der gehörig mit allem aufräumte, was im medizinischen Bereich so an „Neuerungen“ ansteht. Der Vortrag lässt sich auf seiner Homepage ansehen. Er plädiert, wie ich auch, für die öffentliche Gesundheitskasse (Einheitskasse). Er fordert vor allem, die Qualität zum obersten Gebot zu machen und die Demokratie zu berücksichtigen. Die Fallpauschalen haben sich ja längst schon in einen Moloch verwandelt, der uns vor allem teuer zu stehen kommt, aber die Medizin nicht besser macht. Längst haben Ökonomen die medizinische Führung von den medizinischen Fachpersonen übernommen.

Die abschliessende Podiumsdiskussion musste ich aus zeitlichen Gründen leider ausfallen lassen. Für die Einladung danke ich SPO Patientenschutz bestens und wünsche weitere erfolgreiche Jahre.

Frühaufsteherin

Dank der Umstellung auf Winterzeit war ich schon um 6 Uhr wach. Um 7 Uhr war die Zeitung gelesen, der Kaffee getrunken und es bleibt nun genug Zeit für Politisches. Exakt vor einem halben Jahr war Wahltag für den Regierungsrat und Telebasel frühmorgens bei uns auf Besuch. Meine Männer waren so tapfer aufzustehen, damit der Sonntagszopf und ich nicht ganz alleine gefilmt werden mussten. Der Zopf habe sehr gut ausgesehen, habe ich danach oft gehört, war natürlich selbstgemacht. Am Freitag rief die Basellandschaftliche Zeitung an um zu fragen, ob ich immer noch Interesse an einer Kandidatur habe und ich mir irgendwelche Chancen gegen Eric Nussbaumer ausrechne. Erstens ist Adrian Ballmer noch nicht zurückgetreten, zweitens wäre ich gerne Regierungsrätin und drittens (das wurde dann auch zitiert) ist es ein gutes Zeichen für eine Partei, dass sie unter mehreren Kandidatinnen und Kandidaten auswählen kann. Eric Nussbaumer hat ein sehr gutes Resultat bei den Nationalratswahlen erreicht und ich bin stolz auf meine über 24000 Stimmen am 23. März (die ich übrigens ohne Bier trinken mit „wichtigen“ Leuten erreichte). Das ist alles, was im Moment zu diesem Thema gesagt werden muss.
Am Freitag war medizinisch-politisches Netzwerken angesagt. Die Hirslanden-Klinik Birshof feierte 20-jähriges Jubiläum. Einer der Gründer, Walter Seelig, war einer meiner Lehrer an der Physiotherapie-Schule. Schon deshalb freute ich mich auf ein Wiedersehen. Mit RR Conti, Robert Leu, Ole Wiesinger, Ralph Lewin und Christian Schuhmacher führte ich interessante Gespräche über die Spitalpolitik der Kantone, über die ungerechten Physiotherapietarife, über die Entwicklung der Gesundheitskosten etc. Sehr interessant! Später am Nachmittag dann Einladung zum Abschied von Jean-Luc Perrin im Bruderholzspital. Von meiner Seite die besten Wünsche für die Zukunft! Gerade anschließend ging es zum Treffen der Delegierten des Regionalverbandes beider Basel von physioswiss und den Abschluss machte dann zu später Stunde die wöchentliche Tanzlektion mit dem König. Sind nun bei Salsa gelandet, was so viel wie Sauce bedeutet…

Spitalauslagerung Baselland

Die Kommissionsberichte der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission (VGK) sowie der Finanzkommission sind veröffentlicht worden. Damit ist nun auch das Resultat der Kommissionsabstimmung in der VGK öffentlich. 3 Nein, 4 Enthaltungen und 6 Ja. Damit gibt es keine Mehrheit für eine Auslagerung. Kommentiert wurde dies allerdings in den Medien nicht oder es hat mich nicht erreicht. Der von uns geforderte GAV landete im Titel, aber die mangelnde Mehrheit nicht. Dabei sah es zu Beginn ganz anders aus. Da war die Euphorie über den bald herrschenden Markt gross und offenbar gab es eine zwingende Notwendigkeit, gleichzeitig mit der Einführung der Fallpauschalen auch noch gerade die Kantonsspitäler Baselland in eine neue Rechtsform zu verschieben. Diese Notwendigkeit habe ich noch nie gesehen. Alle drei Standorte unter ein Dach zu nehmen finde ich vernünftig. Das hätte man schon lange tun können. Der GAV wäre auch schon länger möglich gewesen, das hat Solothurn so gemacht. Nun können wir uns die Auslagerung aber nicht mehr leisten. Deckungslücke der Pensionskasse und überbewertete Immobilien sind die Stichworte. Zuerst muss der Kanton Baselland seine Finanzen in Ordnung bringen, bevor er sich in den (nichtvorhandenen!) Grundversorgungsmarkt stürzen kann.

Neu gelernt

Heute durfte ich zum ersten Mal an einer Sitzung der Bau- und Planungskommission teilnehmen, in der ich Ersatzmitglied bin. Während wir in der VGK im Regierungsgebäude und dem dortigen Sitzungszimmer tagen, hat die BUD ein grosses, gut eingerichtetes Sitzungszimmer mit Kaffeemaschine. Zu jedem Geschäft kamen mehrere Mitarbeiter aus der Verwaltung, während in der VGK höchstens eine Person erscheint. Interessant ist es, eine andere Kultur kennenzulernen und auch einmal andere Themen zu diskutieren.

Zum Thema Lernen empfehle ich dieses Video: schoolscreativity. Es erzählt, warum wir Mathematik und Sprachen für wichtiger erachten als Musik und Tanz.

 

Wahlen – danach

Nun sind sie vorbei – die nationalen Wahlen. Meine Prognose hat sich nicht in allen Punkten bewahrheitet, die FDP konnte ihren Sitz knapp halten. Es freut mich, dass der Kanton Baselland von vier Frauen in Bern vertreten wird. Natürlich gratuliere ich Eric Nussbaumer, Susanne Leutenegger und Claude Janiak zu ihrer Wahl und wünsche ihnen das Beste. Dani Münger ist Erstnachrückender, wozu ich herzlich applaudiere. Die SP hat ein gutes Resultat erreicht und die Listenverbindung mit den Grünen war eine geschickte Sache. Die letzten Plakate hängen noch, aber für eine Weile kehrt nun Ruhe ein. Allerdings nicht lange: März 2012 sind Gemeindewahlen im Kanton. Es geht also schon bald wieder weiter.

Stolz unpolitisch

Frau macht nicht nur Politik, sondern muss auch das tägliche Leben organisieren. Ein grosses Problem im wörtlichen Sinn sind die Schuhe unserer Familie. Kleiner Eingang, vier Personen, grosse Füsse – so das Problem. Ein Schuhschrank liess sich nicht finden, die Stolpergefahr wuchs dagegen. Selbst ist die Frau, dachte ich und ging in die Projektphase. Die weibliche Hälfte der Schuhe liess sich im Bücherregal unterbringen, die männliche sollte in einem ausgeklügelten Stangensystem Halt finden. Das Material war rasch gefunden, nur die Verbindung herzustellen erwies sich als schier unlösbar. Eisenwarengeschäfte gibt es nicht mehr viele und hilfreiche Geister sind selten geworden. Wo ein Wille ist aber auch ein Weg und diesmal hiess er Holzdübel, mit denen ich die Alustangen und die Bücherregale verbinden konnte, allerdings erst, nachdem sie abgeschliffen und damit kleiner geworden waren. „Reduce it to the max“ könnte frau also sagen.

Wahlen – warten

Nun ist zwölf Uhr vorbei, bei uns die Wahllokale – die wenigen, die es noch gibt – geschlossen. Viele warten auf die Resultate, die Medien haben aufgerüstet und statten uns alle paar Minuten mit neuen Hochrechnungen aus. Eigenartigerweise haben sich die Medien darauf geeinigt, den Wahlkampf und die Parteien zu beurteilen, statt über die Themen profund zu berichten. Mich interessiert herzlich wenig, wie ein Journalist den Wahlkampf. die Kandidierenden, ihre Kleider etc. findet. Auch die Beurteilung der Plakate ist doch völlig lächerlich, da kann ich mir ja selber eine Meinung bilden. Gerne hätte ich aber mehr über die vergangene Arbeit der Bisherigen und den Hintergrund der Zukünftigen erfahren. Ich warte auf die Ergebnisse und wünsche mir für die kommenden vier Jahre eine mediale Auseinandersetzung mit den Akteuren und Actricen, die auf den Schwerpunkten ihrer politischen Arbeit beruht. In welchen Vorständen sitzen sie? Was tun sie da? Wie frei sind sie in ihren Entscheidungen? Das interessiert.

Wahnsinn

Eine bürgerliche Mehrheit der nationalrätlichen Sicherheitskommission lehnt ein Verbot von Streumunition ab. Der CVP-Präsident windet sich – es sei vieles noch nicht klar und die Folgen nicht absehbar etc. blabla. Dazu kann man nur eines schreiben: zum Glück sind bald Wahlen. Schade, kann die Wählerin nicht abwählen, sondern nur nicht wählen. Dass zuerst mitgeteilt wurde, es seien ja nur Inlandeinsätze (Verteidigung!) betroffen, beruhigt mich nun nicht wirklich und macht den Wahnsinn nur grösser.

So gerne

So gerne hätte ich den Mut jener Partei erlebt, die als erste die Plakate wieder abmontiert. Wäre das eine Meldung wert gewesen! Wir sind die Ersten! Beim Abräumen! Aber nun scheint die Gelegenheit, Mut zu zeigen, vorbei. Der Tag des unvermeidlichen Abräumens rückt näher. Falls es einen zweiten Wahlgang bei den Ständeratswahlen geben sollte (was ich nicht glaube), haben wir nochmals eine Runde zu erwarten. Mit einer Revolution ist im Kanton Baselland nicht zu rechnen. Aber das haben auch alle vor den Regierungsratswahlen gesagt und nicht Recht bekommen. Rechne mit einem Sitzgewinn für die Grünliberalten auf Kosten der FDP. Eine gewaltige Änderung scheint mir das aber eher nicht zu sein. Die Wahlbeteiligung dürfte eher klein werden. Irgendwie sind die Menschen mit anderem beschäftigt. Trotz allem: wählt! Die nächste Gelegenheit kommt erst in vier Jahren wieder.

Das erste Mal

Am Samstag war ich zum ersten Mal in einer Mosterei. Eindrucksvoll! Unsere zwei Apfelbäume trugen dieses Jahr so viel, dass wir Most als letzten Ausweg sahen der Apfelschwemme Herr zu werden. Morgen Abend kann ich die pasteurisierten Liter wieder abholen. 20 Liter trinken wir so. Natürlich ist es der beste Süssmost aller Zeiten. Der Mosterei-Inhaber war so geduldig mir zu erklären, wie der Most in den Beutel gefüllt werden muss und der Beutel in den Karton kommt. Hätte also wieder etwas dazu gelernt. Die Himbeeren, die es immer noch gibt, sind heute in Muffins gelandet. Am Abend waren alle gegessen. Welch goldener Herbst,  natürlich gesehen.

Gekommen, um zu wählen

Die Wahlunterlagen sind gekommen. Endlich kann nun panaschiert, kumuliert und ausgewählt werden. Dies fernab von Plakaten, youtube-Videos, Facebook und anderen mehr oder weniger geglückten Marketingmassnahmen. Einfach in Ruhe zuhause. Ist das nicht schön. Und keiner wird je erfahren, wen Sie gewählt haben. Sicher nicht so, wie die Umfrageergebnisse lauten. Denn spätestens seit der Minarett-Abstimmung wissen wir, dass wir  keiner Umfrage mehr trauen können, weil wir nämlich bei der Umfrage nie die Wahrheit sagen würden..Also wählen Sie, nur dazu ist das Papier ja da. Die Anleitung ist diesmal als Rezeptbuch gekommen – gut gemacht!

Zähe Sache

IT ist nun nicht gerade mein Spezialgebiet. Ich verlange nicht viel mehr, als dass die Elektronik funktioniert, wenn ich sie brauche. Letzte Woche wollte mein Computer im Geschäft nicht mehr, ausgerechnet als ich die Buchhaltung abschliessen wollte. Irgendwann wurde es mir zu bunt, ich hatte noch anderes zu tun, zog die Stecker, die es zu ziehen gab und liess das Ding in Ruhe. Heute morgen ging alles wieder wie gewohnt. Wo liegt da der Sinn? Aber bevor ich mich zu früh freuen konnte, meldete der Drucker Tintenmangel. Kein Problem dachte ich, denn als gut organisiertes Geschäft lag eine neue Patrone im Lager. Weit gefehlt, denn die Patrone war zwar schnell drin, aber druckte nicht. Bevor Ärger aufstieg ging ich zu meiner Patientin und vertagte das Tintenproblem. Zurück schrieb ich an ein „Hilfe, etwas geht nicht-Forum“ und warte noch auf Antwort. Könnte mittlerweile die benötigten Papiere abschreiben, Zeit habe ich ja….Da mich gestern allerdings schon die Bank mit ihrem mTan-System genervt hat, liegen bald einmal die Nerven blank. Auch dort habe ich geschrieben und die Antwort erhalten, dass alles sei zu meinem Schutz. Ich gebe also für zwei Zahlungen drei mTan ein und das ist normal? So wie Tintenpatronen, die keine Tinte ausspucken? Das Forum gab zwar verschiedene Lösungsmöglichkeiten, aber die richtige war nicht dabei: mit Alkohol die Patrone abreiben et voilà – schwarz wie die Nacht.

Ombudsstelle Pflege

Wenn auch die Medien nichts über meine Vorstösse bringen, habe ich dank meines Blogs ja immerhin die Möglichkeit, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass ich am Donnerstag eine Dringliche Motion zum Thema Ombudsstelle Pflege eingeireicht habe. Die Dringlichkeit wurde nicht gewährt, obwohl die Sprungbeschwerde (aus allen Beschwerden zur Pflegefinazierungsumsetzung im Kanton Baselland wurde eine ausgewählt und beim Kantonsgericht eingereicht) wieder an den Regierungsrat zurückgewiesen wurde. Immer noch werden die Beschwerdeführenden hingehalten und keiner weiss, wie es weitergehen soll. Mir ist der Kragen geplatzt und deshalb ich die Motion eingereicht. Alle Nordwestschweizer Kantone kennen eine Ombudsstelle, die bei Heim-, Alters- und Spitexfragen für Patientinnen und Patienten und ihre Angehörige zur Verfügung steht, nur Baselland nicht. Nun hoffe ich auf eine rasche Traktandierung, damit es endlich vorwärts geht.