Habe ein e-mail von einem aufmerksamen Leser dieses Blogs bekommen, der mir netterweise die gute ÖV-Anbindung von Niederdorf zu Oberwil aufzeigt. Also Leute: Niederdorf liegt nicht nur neben Oberdorf und ist mit dem „Waldenburgerli“ zu erreichen, sondern es ist durchaus gut angebunden an den Rest der Welt. Leider ist Oberwil nicht so gut an den Bahnhof SBB angebunden, weshalb ich mit dem Velo dorthin fahre und leider sind Delegiertenversammlungen ziemlich lange Veranstaltungen, die dann aufhören, wenn auch die gute Anbindung von Niederdorf aufhört. Wäre nämlich um 00.10 in Oberwil Station angekommen und damit schätzungsweise um 00.30 im Bett gewesen…
Kategorie: Denk-Rad
Standplatz
Gestern wollte ich so richtig das innere Tierchen überwinden und den montäglichen Longjog (ich habs ja nicht erfunden) mitjoggen. Der Treffpunkt bei der Finnenbahn war verwaist, etwas weiter oben sah ich aber dann die Truppe: sie hatte sich auf dem Parkplatz getroffen, praktischerweise. Da standen sie nun, die Errungenschaften der Motorik, bereit die müden Jogger wieder aufzunehmen. Bin dann nach einem Blick weiter gelaufen, alleine. Erinnert mich ein wenig an die Zeit als ich mit dem noch kleinen Prinzen regelmässig das Orientierungslauf-Training besuchte. Der Treffpunkt war natürlich immer nah beim Wald und immer so, dass er ohne Auto nicht zu erreichen war. Es blieb bei einer sommerlichen Episode.
Mach mal Pause
Ausnahmsweise mach ich heute ausser Haushalt (so Kleinigkeiten wie Wäsche waschen, Staub saugen und kochen) gar nichts. Bin schon zwei Stunden im Liegestuhl gelegen, habe das Sudoku Marke „sehr schwer“ gelöst, gedöst und Prospekte mit Dingen, die der Mensch nicht wirklich braucht, durchgeblättert. Sehr zu empfehlen, so ein Tag. Auch das Velo bleibt heute zu Hause.
Parolen
Gestern Abend Delegiertenversammlung der SP Baselland in Niederdorf. Ausnahmsweise mit Auto, aber immerhin mit Sammeltransport aus Oberwil. Niederdorf liegt einfach Öv-mässig schlecht, was dazu führte, dass wir noch den Journalisten der Basellandschaftlichen Zeitung nach Basel fuhren. Wir sind ja die Partei der Netten! Beschlossen haben wir ein JA zur ÖV-Initiative, was logisch ist, ist es doch unsere eigene. Dann ein JA zum Messezentrum bzw. zu den Millionen und schliesslich mehrheitlich NEIN zur Initiative „JA, Bildungsvielfalt für alle“. Beim Antrag zur Stimmfreigabe ergab sich eine lange, aber sehr gute Diskussion. Etliche in der SP sind nicht zufrieden mit der öffentlichen Schule und schicken ihre Kinder in Privatschulen. Leider tun sich viele schwer damit, der Initiative zuzustimmen aus Angst, die öffentliche Schule damit zu schwächen. Ich habe die Rednerin sehr bewundert, die trotz massivem Widerstand in der SP die Initiative unterstützte. Sie bekam viel Zustimmung und ich hoffe nun, dass die SP Baselland dies auch so kommuniziert. Für mich bleibt die Initiative eine Chance zur Verbesserung der Schule. Sie bewegt sich zu langsam in einer Zeit, die sich der Geschwindigkeit verschrieben hat.
Kulturlandschaftsproduzent
Eine Einladung zum Waldrandholzschlag erhalten (auch ein nettes Wort). Durchgeführt wird dieser von Forstleuten, die aber heutzutage offenbar Kulturlandschaftsproduzenten heissen. Schliesslich erhöhe sich beim Holzschlag die Artenvielfalt und die Kulturlandschaft werde aufgewertet. Neuerdings kann man offenbar auch das Holzfällen zum Kulturevent deklarieren und damit gerade auch noch Ökologie betreiben. Ob das nun alle Pflanzen und Tiere dort auch so sehen? Das Ganze findet bei der Seilbahn Wasserfallen statt, diese gehört damit also zur Hochkultur des Baselbiets.
Frauensitzung
Gestern über Mittag Sitzung der Kerngruppe der SP Frauen Baselland. Wir haben über die Initiative „Freie Schulwahl für alle“ diskutiert, durchaus mit verschiedenen Meinungen, aber fair. Frauen können auch zugeben, dass sie noch unentschlossen sind. Bei Männern ist das nicht so. Dann erzählte eine Frau auch über eine neue Aufgabe und dass sie sich noch einarbeiten müsste, weil ihr vieles noch fremd sei. Kann frau sich das bei einem Mann vorstellen? Und dazu noch in einer Gruppe? Es war einfach anders – einfach gut!
Ich kommuniziere also bin ich
Heute zwei Kursausschreibungen erhalten. Einmal werde ich eingeladen zur „Gewaltfreien Kommunikation“, welche im Bereich emphatisches Zuhören (Originaltext), seit Jahren international grosse Erfolge feiert. Hier ein hilfreicher Blog-BeitragTendiere leise dazu, empathisch beim Zuhören zu wählen…
Der andere Kurs ist ein ganzer Lehrgang, der mir im Vierfarben-Druck zum „erfolgreichen Kommunikationsmanagement“ verhelfen will. Leider hat die Homepage Fehler und ist nicht wirklich zu gebrauchen. Irgendwie ist das mit der Kommunikation halt doch nicht ganz so einfach.
Erfolgreich im Regen
Gestern war er nun: unser Bücher/CD/DVD und zusätzlich Puzzle-Verkauf am Oberwiler Märt. Wir trotzten wieder einmal dem Regen, tapfer wie wir Frauen nun mal sind. An dieser Stelle herzlichen Dank an S. (falls sie wieder mal diesen Blog liest…), dass sie mir ein Buch über „Erfolgreiche Unternehmen“ in die Tasche geschmuggelt hat. Als ob ich das nötig hätte ;-). Erwähnenswert ist an dieser Stelle trotzdem, dass wir linken Frauen es nur mit einem Trick an diesen Markt geschafft haben. Es ist politischen Parteien in Oberwil nämlich nicht erlaubt, einen Stand dort zu haben. Da wir nun aber nun einmal unseren Büchertreff haben und das NAAL unterstützen wollten, bekamen wir oh Wunder doch eine Bewilligung. Herzlichen Dank also an die Marktkommission!
Bauernkrieg
Habe soeben eine Einladung zur Wiedererrichtung des Bauernkriegdenkmals in Liestal bekommen. Das Thema Krieg scheint aktuell zu sein! Der Bauernkrieg fand übrigens 1653 statt (steht in der Einladung). Aus Wikipedia: Das sparsame Schweizer Milizsystem bei Verwaltung und Militär – teilweise bis ins 20. Jahrhundert – ist eine Folge des Bauernkrieges.(zu sparsam siehe Beitrag zu Herrn Nef..)
Ich kann noch begreifen, wenn man der Toten im 2. Weltkrieg gedenkt, aber der Gefallenen vor 355 Jahren? Können wir vielleicht auch mal an die Zukunft denken. Denk-mal für die Zukunft!
Nef-Nepp
R. Nef soll 400000 Franken für seinen Abgang bekommen. Er hatte einen Monatslohn von 26000 Franken. Es ist besser für die Arbeitsmoral, wenn frau nicht ausrechnet, wie lange sie selber für diesen Betrag arbeiten muss. Es stellt sich allerdings die Frage, wie jemand auf die Idee kommt, der Chef einer Armee, die vor allem durch tödliche Unfälle in die Schlagzeilen gerät, hätte dies verdient. Die Hälfte hätte da locker gereicht, oder?
Velo vor
Die Gemeinde Zwingen hat beschlossen, flächendeckend Tempo 30 einzuführen. Gut so! Wäre für Tempo 40 innerorts in der ganzen Schweiz. Wäre ja schnell genug, oder?
Interessenbindung
Für den Landrat Baselland musste ich ein Formular betr. meiner Interessenbindungen ausfüllen. Vor zwei Jahren startete ich noch ohne, nun haben sich doch einige angesammelt. So bin ich – wie im Verzeichnis aufgeführt – nun in drei Vorständen zu Hause. Wie es in der Linkskurve so üblich ist natürlich ehrenamtlich. Die gut bezahlten Verwaltungsratsmandate sind halt nicht für unsereins. Immerhin musste ich das Formular mit Rotstift ausfüllen (Anweisung der Landeskanzlei)…Wer es genau wissen will: hier findet man alle
Politik ist wieder
Kaum sind die Sommerferien vorbei, fangen auch schon die Sitzungen an. Täglich werden wir Politikerinnen auch zu Anlässen eingeladen, teilweise sogar mehrfach. So stehen also in der nächsten Zeit an:
Fraktionssitzung, Fraktionsvorstandssitzung
Apéro der Privatspitäler inkl. Vortrag über DRG
Besichtigung der ARA (Abwasserreinigungsanlage) zum 50 Jahre-Jubiläum
Delegiertenversammlung der SP Baselland
Fest zur Feier des 20 Jahre-Jubiläum Klinische Fortbildung am KSB
und nicht zu vergessen natürlich am 23. August das Eidgenössische Parlamentarier-Fussballturnier. Zum Glück haben wir keine Wahlen :-). Natürlich ist das Essen meist verlockend, aber es ist doch so: treffe ich niemanden, den ich kenne, habe ich keine Lust zu essen, treffe ich aber jemanden, dann komme ich diskutierenderweise nicht dazu zu essen. So habe ich noch keine Kilos angesetzt, Politik hin oder her.
Un-Märchen
Es war einmal eine Bank, die hatte zufriedene Kunden, einen guten Ruf und ziemlich viel Geld. Dann kam jemand auf die Idee, dass diese Bank ja noch mehr Geld machen könnte, in dem sie nur noch Kunden zulassen würde, die mehr als 10’000 Franken auf dem Konto hatten. Die anderen sollten solche Gebühren zahlen, dass sie sich eine andere Bank suchen würden. Man wollte sich nur noch um wirklich wichtige Leute mit wirklich viel Geld kümmern. Die Managerlöhne mussten natürlich ob dieser wirklich wichtigen Aufgabe (nicht jeder kann mit viel Geld umgehen!) natürlich erhöht und mit Bonuszahlungen garniert werden. Die Bank wuchs und wuchs, der Ruf wurde schlechter bis eines Tages das Ganze wie eine amerikanisches Kartenhaus zusammenbrach. Milliarden wurden abgeschrieben, Manager entlassen und Stellen gestrichen. Nun wollte man sich wieder um die Kleinkunden kümmern. Nur: die hatten schon längst eine Bank gefunden, die sie für wichtig genug hielt und hatten keine Lust, wieder zu wechseln. Die Moral von der Geschichte: Für richtig gute Banken sind die Kleinkunden die wichtigsten.
Kreiseldschungel VIII
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und begrüsse Sie gerne wieder in oder an unserem Kleinstadtdschungel in Oberwil!