Gestern traf sich die Sachgruppe Gesundheit der SP Baselland zum ersten Mal in voller Fachkompetenz. Wir hatten ja etwas Schwierigkeiten, aus den Startblöcken zu kommen. Wichtig ist nun mal, dass wir uns kennen und uns regelmässig treffen. Denn aus jeder Sparte ist jemand dabei. Nun haben wir uns in Gruppen zu spezifischen Themen (nein, hier wird nicht alles ausgetratscht…) aufgeteilt. Vielleicht ging es auch anderen in der immerhin zehnköpfigen Gruppe so: endlich ist da jemand, der versteht, wovon frau spricht. Bei „Behandlungskette“ gabs keine Fragezeichen, sondern eine Diskussion über die genaue Definition etc. Wie singt „ich und ich“: so soll es sein, so soll es bleiben…
Kategorie: Denk-Rad
mobiles Frühstück
Werde zum Mobilitätsfrühstück eingeladen, an dem „Möglichkeiten und Grenzen biogener Treibstoffe in der 2000-Watt-Gesellschaft“ erklärt und diskutiert werden. Für mich ist biogener Treibstoff unnötig, ausser es handle sich um Compo-Gas aus Küchenabfällen. Dann stehe ich der viel deklarierten 2000-Watt-Gesellschaft auch kritisch gegenüber, weil niemand den Leuten erklärt, dass wir jetzt in der 5000+-Watt-Gesellschaft leben und das Leben mit 2000 einfach ein ganz anderes wäre. Zuerst müssten mal alle aufs Velo umsteigen! Dann können wir darüber diskutieren, ziemlich viele Geräte abzustellen. Und sowieso habe ich um 7.30 schon gefrühstückt und mobilisiere anderes.
Gratulation
Die Basler Regierung bleibt rot-grün! Hiermit gratuliere ich Eva Herzog, Christoph Brutschin und Hanspeter Wessels zu ihrer Wahl. Die Resultate für den Grossen Rat stehen noch aus. Drücke schon mal die Daumen.
Die Einzige
Manchmal bin ich froh, dass ich in der Schule den Theaterkurs besucht habe. Eine Übung war, sich auf einen Stuhl zu stellen, die anderen waren das Publikum. Dann durfte man sich eine Reaktion wünschen, z.B. jubeln, klatschen, johlen. Ich wählte buhen (bitte keine psychologischen Abklärungen!). Dann musste man Namen und sonstige unerhebliche Dinge sagen und das Publikum tat, wie befohlen.
Gestern hat mir das sehr geholfen, war ich doch in der Landratsdebatte zur Initiative „Ja, Bildungsvielfalt für alle“ die Einzige meiner Fraktion, die sich dafür aussprach. Immer noch verstehe ich zwar die Ängste der GegnerInnen, aber nicht die Argumente. Was solls. Die Abstimmung findet übrigens am 30. November statt. Man kann zuhause ohne Publikum abstimmen.
Blogleserinnen
Gestern hat sich wieder jemand als Blogleserin zu erkennen gegeben. Ich begrüsse Nelly ganz herzlich und freue mich sehr, dass sie neu im Landrat sitzt!
Wortkristalle
Noch einmal leben dürfen!
Noch einmal ein Ersehntes künden
und über Niederungen
aufatmen und sich selber finden –
Verborgne Werte in der Tiefe schürfen
Wie Bergkristall vom Strahl durchdrungen
der sich in reinen Flächen bricht
wird lichter auch das Wort das dir gelungen
Versfüsse tragen kein Gewicht.
Erika Maria Dürrenberger (1908 – 1986)
(nicht, dass wir heute im Landrat wirklich in der Tiefe geschürft hätten..)
fleissig wartend
Es gibt Tage in meiner Praxis, da vergessen mich meine Patienten. „Schön, dass es Ihnen so gut geht“, rufe ich dann in Gedanken. Aber ich habe bis abends halb sechs eingeschrieben und würde gerne jetzt zum Mittag essen nach Hause fahren, wenn sie nur kommen würden. Sieht schlecht aus, die Minuten und damit die Wahrscheinlichkeit rinnen dahin. Es gibt Tage, da kommen alle zu früh und entschuldigen sich noch dafür und es gibt Tage, da kommen etliche gar nicht oder einige zu spät und es ist ihnen irgendwie wurscht.
Fleissig
Diese Woche bin ich überaus fleissig. Am Donnerstag (Landratstag) reiche ich ein Postulat zur Förderung von Alterswohngenossenschaften ein sowie eine Motion zur Änderung von §43 Gesundheitsgesetz damit die Gemeinden einen Pro Kopf-Beitrag für die Spitex an den Kanton bezahlen und nicht mehr jede Stunde einzeln subventionieren müssen. Ich halte diese meine Ideen natürlich für gut, mal schauen, was andere dazu meinen. Vorerst werden sie wohl nicht viel dazu meinen, weil es in der Politik immer ziemlich gemächlich zu und her geht. Mittlerweile habe ich doch eine ganze Liste von Vorstössen. Beantwortet wurden erst zwei, wovon einer nur schriftlich. Natürlich sind sie alle wichtig, sonst hätte ich sie ja nicht geschrieben 😉
Ganz allein zu zweit
Heute mit Freundin alten Dielenboden von Kleberresten befreit. Ca. 50 cm2 geschafft, dafür aber 10 Methoden diskutiert, wie es schneller gehen könnte. Normalerweise schrubbe ich alleine, zu zweit macht es allerdings mehr Spass. Wir werden es voraussichtlich als Event vermarkten und einen Kurs durchführen „Geduld ist, wenn man es ohne Maschinen macht“ oder so 😉
Salarium
Für alle, die am Montag über den Lohn sprechen wollen…
Entsorgungstag
Ist doch praktisch, so ein EntSORGungstag, alle Sorgen wird man los. Es begann mit Glas (Gemeindemulde), schön nach Farben sortiert eingeworfen. Gleich nach mir kam dann der Umweltservice, so steht es auf dem Lastwagen, und holte mein Glas wieder ab. Übrigens nur die grünen Flaschen! Es geht ja das Gerücht, dass wir wohl alles sortieren, am Ende aber alles wieder im gleichen Korb landet. Nun weiss ich nicht, war der Mann auf der Grünen-Flaschen-Tour oder hat er einfach die Mulde mitgenommen, die am vollsten war. Dafür eine Ratte gesehen, die in der Kanalisation verschwand. Dann gings INS Einkaufscenter für die PET-Flaschen, die müssen ja immer noch woanders hin. Zuletzt an den Bringtag, was eine Hälfte eines Bring- und Holtages ist. Hier in Oberwil ist das getrennt, weil wir es gern gesittet und ordentlich haben. Es fehlt dafür etwas an der Wärme, wenn frau ihre vor Jahren gekaufte Glacémaschine abgibt. Herrschte früher Freude über jeden gebrachten Gegenstand, wurde meine Maschine zuerst kontrolliert und dann nach einer Gebrauchsanweisung gefragt. Meine Glacémaschine hatte nur einen Schalter an/ab, da gibts nicht so viel anzuweisen. Ihr Schicksal war nur die ziemlich heftige Zuneigung der königlichen Familie für Doppelrahmglacé einer bestimmten Marke, die ich mit meinen Sorbets nie ändern konnte.
Vor lauter Entsorgen bin ich nun ganz befreit 😉
Hilfe, Google-Anzeige
Findet sich doch mitten in meinem Blog eine Google-Anzeige. Sicher, sicher, sicher will ich die nicht. Auch wenn ich damit (steht in der Anzeige) Geld verdienen kann.
Netzwerkeln
Gestern Abend gabs dann auch noch den Apéro der Basler Privatspitäler-Vereinigung, erstmals auf landschaftlichem Boden. Viele Leute getroffen, gute Diskussionen geführt. Zum Beispiel: macht die Verselbständigung der Kantonsspitäler Sinn (Vorschlag von Willy Oggier, der den Vortrag hielt)? Warum steigen die Gesundheitskosten und was kann man dagegen tun? Wann ist ein Privatspital gemeinnützig (in der Vereinigung sind es alle, theoretisch) und warum nicht für alle? Dabei fühlte sich der Direktor eines Spitals so sehr in die Enge gedrängt, dass er mir vorwarf, ich hätte überhaupt nichts verstanden. Politisch nicht sehr geschickt, Herr Direktor. Denn dieses Spital hat einen Leistungsauftrag, damit auch Grundversicherte sich dort operieren lassen können. Offenbar ist dies ein Verlustgeschäft, denn mitten im Jahr gab es keine Möglichkeit mehr, ohne Zusatzversicherung dorthin zu gehen. Im Sinne der Fairness müsste vielleicht dies von Anfang an so kommuniziert werden. Denn Grundversicherte aufzunehmen („wir sind gemeinnützig), aber dann doch über nicht gedeckte Kosten zu klagen, finde ich imagemässig etwas schwierig. Die zweite Variante ist die, Menschen mit Grundversicherung einfach etwas früher („blutiger“ in der Fachsprache) nach Hause zu schicken. Irgendwie auch nicht so gemeinnützig, aber das Wort „gemein“ hat ja verschiedene Bedeutungen. Netzwerkeln hat es also in sich…
Nachrichten von der Gleichstellungsfront
News, eins dieser immer irgendwie herumflatternden Neuigkeitenblättchen, hat einen neuen Comic „Messebau Rüdisühli AG“. Da gibts einen Chef (männlich), einen Abteilungsleiter (männlich), die Frau fürs Backoffice und natürlich die Sekretärin. Hach, wie originell! Lach mich krumm und schief.
IKVHSM
Ja, mit den Abkürzungen ist das so eine Sache. Hier die Auflösung: InterKantonale Vereinbarung zur HochSpezialisierten Medizin. Logo, oder? Hatten wir heute Morgen in der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission (kurz VGK). Eigentlich war der Kanton Baselland schon mal dafür, aber Zürich nicht. Nun machen wir nach etlichen Gutachten und viel verstrichener Zeit nochmals dasselbe: koordinieren.