hat die Baz meinen Leserinbrief heute. Sogar „Landrätin“ steht neben meinem Namen. Etwas was sonst nie Platz hatte. Meiner politischen Karriere – wohin auch immer – steht jetzt also nichts mehr im Wege 😉
Kategorie: Denk-Rad
krankes Auto
Mein Auto (sparsames Modell) zur Winterkontrolle gebracht. Als ich es wieder abholen will, teilt mir der Garagist meines Vertrauens mit trauriger Miene mit, dass die Batterie nur noch 15 % ihres Leistungsvermögens habe und darum ausgewechselt werden müsse. Ansonsten würde ich im Winter das Stehenbleiben rsikieren. Bei Krankheit wird nicht nach dem Preis gefragt und die Operation dauerte nur 10 Minuten. Die neuen Bremsen meines Velos haben 20 Franken gekostet. Fürchte, wenn die Garagenrechnung kommt, werde ich sicherheitshalber absitzen. Und mich einmal mehr wundern, warum so viele Autos unterwegs sind.
Neidisch
soll frau ja nicht sein. Aber wenn Frau Acqua von ihren Ferien berichtet (samt Bildern – so gemein), dann frisst der Neid in mir. Ebenso wenn ich Texte lese, die ich auch schreiben können möchte und, und, und. Zum Trost, wandere ich noch ein bisschen in den anderen Blogs und höre „Vocalise“…
Geschöpft
habe ihn geschrieben, den Leserbrief:Sie planten Betten und es kamen Menschen
Leider verlaufen Diskussionen über Spitäler meistens gleich: es werden Betten und Fallzahlen hochgerechnet, Fallkostenpauschalen ins Spiel gebracht und Investitionskosten extrapoliert. Im Landrat wird denn auch kurzerhand die Existenzberechtigung des Bruderholzspitals in Frage gestellt und als Alternative Luxuswohnungen vorgeschlagen. Die Auslastung des Bruderholzspitals ist gut, die Bevölkerung braucht dieses Spital. Es geht gerne vergessen, dass die Bevölkerung mit der Einwanderung zunimmt, ein Abbau von Spitalbetten also auch unter Fallkostenpauschalabrechnung schwierig wird. Die Zunahme von Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck wird nicht dazu führen, dass plötzlich alle schneller gesund werden. Die Idee eines gemeinsamen Geriatriekompetenzzentrums beider Basel ist eine gute. Sie bietet Gewähr, dass sich die Regierungen beider Kantone intensiv mit der Geriatrie und der geriatrischen Rehabilitation auseinandersetzen. Zudem können Synergien mit dem Bruderholzspital genutzt werden. Dass dafür die Rheumatologie per Leistungsauftrag an das Bethesda-Spital delegiert wird, macht auch Sinn, da dort schon die entsprechenden Kompetenzen bestehen. Herr Brodbeck mag diese Entwicklung bedauern, sie ist aber im Sinn der zukünftigen Patienten. Diese sind es, die die Spitalplanung beeinflussen müssen. Denn diese Menschen brauchen Pflege, nicht nur Betten. Es soll niemand sagen, dies sei eine einfache Rechnung. Ob Vogelgrippe oder Erdbeben – wir wissen es nicht
erschöpft
Nein, ich habe kein Burnout oder so, aber manchmal bin ich etwas erschöpft. Das heisst, ich kann nichts mehr schöpfen, weil mein Hirn trotz Zermarterung einfach nicht viel her gibt. So ist mein Leserbrief noch nicht „geschöpft“. Einen Anfang hätte ich schon: „Sie planten Betten und es kamen Menschen..“ aber dann geht mir irgendwie die Lust aus, zum 1000. Mal zu erklären, dass es dieses Spital braucht, dass man sich entscheiden muss, was man anbieten will, dass man ruhig auch mal schauen darf, welche Krankheiten bei uns häufig sind und welche nicht. Es geht nicht nur um DRG (zu deutsch: Fallkostenpauschale) und Betten. Es geht um Menschen, die krank sind, die nicht 1. Klasse versichert sind, die Pflege brauchen oder auch sterben. Dann geht es auch um die Menschen, die dort arbeiten sollen. Dem MRI ist es wohl egal, wo es arbeitet. Den Pflegenden, Therapierenden und anderen wohl eher nicht. Ach ja, da werde ich müde, weil ich es so oft schon erklärt habe. Gewissen Männern ist das wurscht, die rechnen DRG gegen Betten und fühlen sich noch als Schöpfer…
Bethesda
Herr Brodbeck, ebenfalls Journalist bei der BaZ, mit einer hohen Affinität für Privatspitäler, trauert immer noch dem Geriatriespital im Bethesda nach. Gestern wurde bekannt, dass das Geriatriekompetenzzentrum beider Basel auf dem Bruderholz mit 436 Betten gebaut werden soll. Ein bisschen gross ist die „Kiste“ (Bezeichnung aus der Debatte gestern im Landrat) schon. Mittlerweile hat das Bethesda-Spital per Leistungsauftrag die Rheumatologie bekommen und ist nicht ganz so unglücklich, wie Herr Brodbeck. Der äussert seinen Unmut in einem Kommentar. Ich meinen über seinen wahrscheinlich wieder einmal in einem Leserbrief.
Fehlermeldung
Die BaZ von heute meldet, dass sich seit der letzten grossen Energiedebatte der Landrat anders zusammensetze. Also lieber Herr Redaktor: die Energiedebatte war im November 2007, die Landratswahlen aber im Frühling 2007! Keine Veränderungen also. Aber PolitikerInnnen können ihre Meinungen durchaus ändern und es muss nicht immer negativ sein.
Gedächtnishilfe
Heute wollte ich in der Kantonsbibliothek die Musik vom Dienstag ausleihen. Nur fehlte mir natürlich der Name des Stücks von Rachmaninoff. Eine kurze Katalogrecherche genügte: „Vocalise“. Das Stück von Max Bruch blieb mir besser in Erinnerung: „Kol nidrei“. Nun kann ich in aller Ruhe heute Abend mein Gehirn mit Musik auftrainieren. Sudoku habe ich heute schon geschafft. Velofahren ist auch schon erledigt.
Gedächtnis
Musik von Bruch, Bloch, Chopin und Rachmaninov gespielt mit Violoncello und Klavier gestern Abend gehört. Dazu ein Vortrag über das Gedächtnis von Prof. J. Kesselring. Ein Abend des Genusses. Schon gewusst, dass Zeus mit Mnemosyne die Musen gezeugt hat? Bei allen Musen spielt also das Gedächtnis eine grosse Rolle. Wir sind quasi unser Gedächtnis. Was die Vergesslichkeit nun auch nicht gerade einfacher macht…
Machtgehabe
Im Moment läuft es rund. An mehreren „Baustellen“ geht es immer wieder um das Gleiche: Machtgehabe. Während wir in der Politik versuchen, Gesetze und Verordnungen zu entwickeln, die Sinn machen (habe bewusst „versuchen“ geschrieben..), entwickeln gewisse Menschen ganz anderes. Ob es um eine örtliche Spitex geht oder um Arbeitslosenprojekte: immer gibt es jemanden, der sich von seiner – meistens kleinen – Macht nicht lösen kann und alles blockiert.
Schicksal
Natürlich beschäftigt mich das Schicksal von Bundesrat Merz. „Er ist doch gar nicht so alt“, „er ist doch gar nicht dick“, „es war sicher der Stress“ sind die Sätze, die ich heute gehört habe. Wir suchen immer einen Grund, aber manchmal ist es das, was es ist: Schicksal. Wünsche ihm gute Genesung und seiner Familie viel Kraft.
Nogo A
Der Vortrag war sehr interessant. Habe gelernt, dass es Antikörper gegen Wachstumshemmer gibt, die den geschädigten Nerven ermöglichen zu heilen. Physiotherapie ist dabei wichtig, damit die Bewegungen geübt werden.
Mit der Gemeindepräsidentin über den Sinn bzw. Unsinn von Laubbläsern diskutiert, mit dem Onkologen über seine Hobbys, mit dem Chirurgen über Magenbypass-Operationen (sehr interessant während des Essens), mit dem Kardiologen über Herzkatheterlabors, mit einem Arzt über die Schwierigkeiten, Hausarzttätigkeit mit Familie zu vereinbaren und mit einem anderen Arzt über das Tanzen. Essen gabs übrigens auch, womit ich wieder einmal das Vorurteil untermauere, dass Politiker nur zum Essen erscheinen. Aber eigentlich ist das Diskutieren bedeutend wichtiger als das Essen. Das übrigens in einem geheizten Zelt stattfand. Energiepolitik lassen wir für einmal weg.
Heute
…haben wir uns in der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission mit den Hausärzten befasst. Darf hier keine Details ausplaudern. Die Sitzung dauerte aber nicht sehr lange.
…ist auch das KLIFO-Fest zum 20 Jahre-Jubiläum der klinischen Fortbildung am Kantonsspital Bruderholz. Davor werde ich mir noch einen Vortrag anhören zum Thema „Nervenfaserwachstum im erwachsenen Gehirn und Rückenmark – neue Wege zur Therapie des verletzten ZNS“. Die klinische Fortbildung richtet sich übrigens an Hausärzte. Womit sich der Kreis heute Abend wieder schliesst.
Bremsen
Bremsen ist nicht so mein Ding. Trotzdem musste ich aber notfallmässig mein Velo zur Reparatur bringen, sonst wäre ich ungebremst durch den Tag gefahren. Da ein Velo bekanntlich keinen Airbag hat, empfiehlt sich ein sorgfältiges Bremsen. Habe dabei erfahren, dass mein Velo dafür aber ein ABS hat, damit ich nicht über die Lenkstange fliege. Wird ja immer besser, mein Velo.
Kläranlagen
Gestern der Anlass zum 50 Jahre-Jubiläum der Abwasserreinigung Baselland. Die Vorträge in der ARA Therwil waren sehr interessant. Übrigens haben wir auch das UNO-Jahr der sanitären Grundversorgung. Dies ist ein etwas heikles Thema und daher werden auch weniger Gelder gesprochen als für die Trinkwasser-Versorgung. Man kann sich nicht vorstellen, wie Menschen auf dieser Welt leben. Hier noch mehr Infos. Es ist wenig erstaunlich, dass vom Apéro ziemlich viel übrig blieb. Aber vielleicht wollten auch nur alle an das Spiel des FC Basel…