Geschöpft

habe ihn geschrieben, den Leserbrief:Sie planten Betten und es kamen Menschen
Leider verlaufen Diskussionen über Spitäler meistens gleich: es werden Betten und Fallzahlen hochgerechnet, Fallkostenpauschalen ins Spiel gebracht und Investitionskosten extrapoliert. Im Landrat wird denn auch kurzerhand die Existenzberechtigung des Bruderholzspitals in Frage gestellt und als Alternative Luxuswohnungen vorgeschlagen. Die Auslastung des Bruderholzspitals ist gut, die Bevölkerung braucht dieses Spital. Es geht gerne vergessen, dass die Bevölkerung mit der Einwanderung zunimmt, ein Abbau von Spitalbetten also auch unter Fallkostenpauschalabrechnung schwierig wird. Die Zunahme von Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck wird nicht dazu führen, dass plötzlich alle schneller gesund werden. Die Idee eines gemeinsamen Geriatriekompetenzzentrums beider Basel ist eine gute. Sie bietet Gewähr, dass sich die Regierungen beider Kantone intensiv mit der Geriatrie und der geriatrischen Rehabilitation auseinandersetzen. Zudem können Synergien mit dem Bruderholzspital genutzt werden. Dass dafür die Rheumatologie per Leistungsauftrag an das Bethesda-Spital delegiert wird, macht auch Sinn, da dort schon die entsprechenden Kompetenzen bestehen. Herr Brodbeck mag diese Entwicklung bedauern, sie ist aber im Sinn der zukünftigen Patienten. Diese sind es, die die Spitalplanung beeinflussen müssen. Denn diese Menschen brauchen Pflege, nicht nur Betten. Es soll niemand sagen, dies sei eine einfache Rechnung. Ob Vogelgrippe oder Erdbeben – wir wissen es nicht

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

3 Gedanken zu „Geschöpft“

  1. Mal sehen, ob der Leserinbrief abgedruckt wird!
    Auch ich wünsche mir, dass künftige Patienten und Patientinnen (diese werden vermutlich in der Mehrheit sein) sich in die Diskussion einmischen. Die werden auf jeden Fall froh sein, mit Dir eine Stimme zu haben.

  2. REPLY:
    Das finde ich ja das Komische bei solchen Diskussionen: Eigentlich sind praktisch alle zukünftige Patienten. Es stirbt heutzutage wohl niemand mehr, ohne je im Spital gewesen zu sein. Trotzdem sägen viele am Bett, in dem sie (dereinst) liegen Ast, auf dem sie sitzen.

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