Un-Märchen

Es war einmal eine Bank, die hatte zufriedene Kunden, einen guten Ruf und ziemlich viel Geld. Dann kam jemand auf die Idee, dass diese Bank ja noch mehr Geld machen könnte, in dem sie nur noch Kunden zulassen würde, die mehr als 10’000 Franken auf dem Konto hatten. Die anderen sollten solche Gebühren zahlen, dass sie sich eine andere Bank suchen würden. Man wollte sich nur noch um wirklich wichtige Leute mit wirklich viel Geld kümmern. Die Managerlöhne mussten natürlich ob dieser wirklich wichtigen Aufgabe (nicht jeder kann mit viel Geld umgehen!) natürlich erhöht und mit Bonuszahlungen garniert werden. Die Bank wuchs und wuchs, der Ruf wurde schlechter bis eines Tages das Ganze wie eine amerikanisches Kartenhaus zusammenbrach. Milliarden wurden abgeschrieben, Manager entlassen und Stellen gestrichen. Nun wollte man sich wieder um die Kleinkunden kümmern. Nur: die hatten schon längst eine Bank gefunden, die sie für wichtig genug hielt und hatten keine Lust, wieder zu wechseln. Die Moral von der Geschichte: Für richtig gute Banken sind die Kleinkunden die wichtigsten.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

2 Gedanken zu „Un-Märchen“

  1. Die ökologischen Bauern wissen das: Auch Kleinvieh macht auch Mist, eine alte Weisheit! Soche Weisheiten könnte die Welt noch mehr brauchen.

  2. …dafür wird man berühmt, wenn man so etwa locker 50 Millionen mit den Karten aus den Kartenhäusern verdient hat. Soll ja auch erstrebenswert sein, das Berühmtwerden. Wenn es da nur nicht so viel schmutzige Wäsche zu sortieren gäbe…

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