Yeti jagt Yak

Also rein geographisch würde es ja gehen. Die Existenz des Yeti ist nicht ganz gesichert, es soll sich um einen Bären handeln. Eine Zeitlang wars ja irgendwie eine Kreuzung aus Tier und Neandertaler. Zeitungstechnisch wurde es wie Nessie aus dem Loch Ness beschrieben – sehr geheimnisvoll und ziemlich unsichtbar. Die guten alten Zeiten eben. Beim Yak ist es klarer, in Zentralasien gibt es sehr viele domestizierte, die Milch und Wolle liefern. Gar nicht geheimnisvoll, leider.

XXX

Ist eine schwierige Aufgabe, dieses X. Natürlich wäre auch das xenophile X-Bein möglich, oder die xenophobe X-tra Wurst. Nur Sinn gäbe das nicht. Nehme ich halt dieses dreifache X, das übrigens auch als Grussformel bei SMS und Postkarten genutzt werden kann. Es ist aber auch hier zu finden:450px-Flag_of_Amsterdam_svg.
Eine schöne Stadt, dieses Amsterdam. Wenn es irgendwie geht, werde ich auch dieses Jahr dort eine Freundin besuchen und mit ihr stundenlang in Cafés sitzen und tratschen, wie es sich gehört 🙂

Wie wird

man, wie man nie werden wollte. Es ist natürlich schwierig festzustellen, obs an der Politik oder am restlichen Leben liegt, dass frau plötzlich Verhaltensweisen an sich feststellt, die sie bei anderen stets kritisiert hat. Nichtzuhören gehört zum Beispiel dazu, dann Sichselberindenmittelpunktstellen, Hektischesagieren, Zuspätkommen, Terminevergessen, Schlechtvorbereitetsein etc. Es ist noch nicht ganz klar, wie dagegen vorzugehen ist. Vielleicht Zeit zurückdrehen und alles ganz anders machen?

Vier Vorständen

gehöre ich nun an. Bezahlte und nicht bezahlte, grosse und kleine, aufwendige und eher lockere. Als da wären: SP Oberwil/Biel-Benken (Kasse), Kinderspitex NWS (Vertretung BL), Procap NWS (Personal und Bau) sowie physioswiss (Bildung). Andere Menschen, andere Regeln. Vereine und Verbände mit ganz verschiedenen Zielen und Finanzen. Habe verschiedene Ordner angelegt, auch in Papierform. Das muss trotz elektronischem Austausch doch noch sein. Ich versuche, nicht ganz die Übersicht zu verlieren. Vier reichen aber auch. Frage mich nur, wie die das mit den Verwaltungsmandaten (viele!) tun. Aber die verdienen dann ja auch mehr, da fällt die Übersicht vielleicht leichter…

Unnötiges U-Abo

Als Landrätin habe ich das Privileg, ein U(mweltschutz)-Abonnement zur Verfügung gestellt zu bekommen. Etwas, das ich für mich als Luxus ansehe, da ich ja meist mit dem Velo unterwegs bin. Der Weg nach Liestal mit der Bahn war also gebucht. Zwei meiner Vorstandsmitgliedschaften führen nun zu Reisen die über die U-Abo-Grenze von Schwaderloch und Tecknau hinweggehen: Bern, Sursee, Zürich, Olten, Aarau heissen seit einigen Monaten meine Ziele. Habe mir also ein Generalabonnement (GA) geleistet, worauf ich nun das Problem habe, dass ich ein unnötiges Abo besitze. Verschenken kann ich es nicht, da es persönlich ausgestellt ist. Werde es mit einem netten Brief zurückschicken und schauen, was geschieht.
Über eines bin ich aber froh: das komplizierte „Wie bewege ich den Automaten dazu in nützlicher Frist ein Billett herauszurücken und gleichzeitig meine Postcard zu akzeptieren“ ist vorbei. Mein Leben wird ruhiger werden…

Total traurig

ist es, wenn die Gemeindeverwaltung Oberwil den ganzen Tag schliessen muss, wegen eines (Computer?)Notfalls. Den Stempel, den wir für die Wohnsitzbestätigung gebraucht hätten, sollen wir ein anderes Mal holen. Ein Anruf brachte auch keine Hilfe. Wenn man die Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung kennt, kommt man sich ganz schön blöde vor. Normalarbeitende haben relativ wenig Chancen, die Schalter geöffnet zu erleben.

Ode an Ovid

Meine Lateinmatur liegt schon ein paar Jahre zurück. An der Prüfung wurde ich aber über die Metamorphosen von Ovid befragt. „Am Anfang war das Chaos“ ist mir geblieben. Bei den Diskussionen um die Gesundheit(skosten) fällt mir das immer wieder ein. Wenn es denn tatsächlich ein Anfang und ein Aufbruch zu etwas Neuem, Spannendem wäre! Gestern, am Symposium Managed Care in Zürich gab es wieder mal das übliche Geplapper über Gesundheitskosten und nur wenig über Gesundheit. Ein spannendes Projekt (Heureka!) wurde auch vorgestellt: Gesundes Kinzigtal. Die Umsetzung würde bei uns aber bedeuten, dass ganz viele mal ihre Pfründe verlassen müssten. Dann habe ich auch ein äusserst interessantes Wort gelernt: Default-Heuristik. Ovid ist mir aber lieber 😉

Nicht nichts

macht die SP. Sie macht sehr viel, heute morgen zum Beispiel 5 Initiativen in die Vernehmlassung geschickt. Ich war für die Initiative „40 Jahre sind genug“. Mal schauen, was daraus wird. Ob wir den Niedergang der Sozialdemokratie in Europa wählermässig aufhalten können? Wo es gut geht, ist eben wenig zu fordern. An den Managerlöhnen hätte sie aber ruhig dranbleiben dürfen. Es tut einer Gesellschaft einfach nicht gut, wenn sie „Finanzkrise“ liest und spürt und gleichzeitig lernen muss, dass man sich nur für eine Firma einsetzen kann, wenn man zig Millionen verdient. Oder wenn Parteien ihre Entscheide nach ihren Sponsoren richten.

Mit Maschinen mähende Männer

Darauf habe ich mich schon lange gefreut: eine Anhäufung von „M“s! Als Angehörige der Generation Garten habe ich die Feststellung gemacht, dass für viele Männer Gartenarbeit erst mit den Maschinen (GROSS! LÄRMEND!) richtig wichtig wird. Das mühsame Unkrautjäten und Hätscheln von Setzlingen wird weiblichen Händen überlassen, während Rasenmäher mit 4-Taktmotoren übers Grünland geschoben bzw. gefahren werden. Dann gibts natürlich auch ganz viele andere nette Geräte wie Kettensägen und Laubbläser, die das Interesse an der Natur erst richtig wach werden lassen…
Mit Müh‘ und Not habe ich mir ein Stück zukünftige Magerwiese gerettet, die bald mit Sense gemäht werden will. Dieses Gartenprojekt konnte nun beim König keine Begeisterung auslösen. Werde die Projektentwicklung journalistisch begleiten.

Links Laufen

Am Sonntag ist Frauenlauf, Ehrensache dort mitzurennen. Start ist am Morgen um 9 und dann gehts über 10 Kilometer. Trainiert habe ich mässig fleissig mit dem Prinzen jeweils sonntags. Heute werde ich aber noch eine extra Linksrunde drehen, weils bislang eine schwierige Woche war. Dank dem Eipod (ein Geschenk des Prinzen der mir auch gerade „seine“ Musik draufgeladen hat) kann ich schön Aggressionen abbauen.

K(l)eine Kosten

dürfen neuerdings bei der Gesundheit entstehen. Alles zu teuer ist die Devise. Medikamente, Ärzte und Spitäler, Physiotherapeutinnen und Pflegeheime – alle müssen billiger werden. Die Ärzte sollen keine Medikamente mehr verkaufen dürfen, was sie in einigen Kantonen eh schon nicht können. Wäre jetzt doch interessant, ob in diesen Kantonen die Krankenkassenprämien tiefer sind. Da die Apotheken auf ebendiesen Medikamenten noch eine Patiententaxe draufschlagen, bezweifle ich, ob es wirklich eine Kosteneinsparung gäbe. Mein Ansatz ist ein anderer: diejenigen, welche die Medikamente nicht nehmen, sollen sie wieder zurückgeben können unter Kostenrückerstattung an die Krankenkasse. Es werden jedes Jahr Tonnen von Medikamenten entsorgt, die aber durchaus noch brauchbar wären. Seltsam, dass niemand davon spricht. Zudem sollen Pillen auch in Kleinmengen in Apotheken erhältlich sein. Viele meiner Patienten beklagen sich über Grosspackungen, die sie nie aufbrauchen, aber bezahlen.

Jour de Jourdan

Das Alliterations-Projekt schreitet voran. Auch beim J half mir der Zufall, denn Thomi Jourdan ist ein Landratskollege und Gemeinderat in Muttenz, allerdings fährt er mehr in der Mitte mit seiner Partei. Da „seine“ Gemeinde die Beiträge an die Kinderspitex nicht bezahlt hat (wofür er nichts kann), habe ich ihn um Hilfe angefragt, die er auch versprochen hat. Seine Frau heisst übrigens Jacqueline, die somit heute (am J-Tag), herzlich gegrüsst sei.

Intelligente Instruktion

Eigentlich dachte ich, dass ich Instruktionen aller Art (=Gebrauchsanweisungen), sofern ich sie lese, verstehen und umsetzen kann. Das schwedische Möbelhaus ist schon lange keine Herausforderung mehr und ich habe eine sehr lange Erfahrung mit dem Errichten und Abbauen von Möbeln (die ich aber wohl nicht zum NTE nutzen kann…). Habe gerade einen Korb auf mein Velo montiert, Dauer: 40 Minuten! Es gab nur ein Bild und das wies nicht darauf hin, dass die microkleinen Muttern nur unter idealen Bedingungen wirklich zu verschrauben waren. Dass ein Korb einen Adapater braucht ist ja das Eine (ich kann jetzt mit einem Knopfdruck den Korb wieder vom Gepäckträger entfernen), aber ein Bild mit etwas mehr Erklärungspotential wäre auch etwas Nettes.

Heim und Herd

Fast wäre ich doch beim H gescheitert, aber die Altfeministin musste Heim und Herd schon erwähnen. In der Sonntagszeitung stand, dass ein (mehrheitliches männliches) Forscherteam herausgefunden habe, dass Frauen, die in den Städten Karriere machten, unglücklicher geworden seien im Vergleich zu früher. Dann wurden einige glückliche Landfrauen gezeigt, die aufgehoben zwischen ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten und Teilzeitarbeit vor Glück nur so strahlten. Gönne ich ihnen.
Falls jemand aber meint, der Versuch Kinder, Küche und Karriere unter einen Hut zu bringen, habe Glücksgefühle zur Folge, irrt gewaltig. Am meisten ärgert es mich, wenn in den Medien Frauen erscheinen, die es mühelos schaffen (so scheint es), sechs Kinder grosszuziehen, Karriere zu machen und dann fit und fidel in die Kamera zu schauen. Es ist anstrengend und es macht müde. Ich verstehe jede Frau, die mir sagt, dass sie genau dies nicht möchte. Emanzipation ist die Möglichkeit zu wählen. Von Glück war keine Rede.