Die Zeit ist gekommen!

Gefühlte 500 g schwer, eingepackt in Folie, aber pünktlich liegt sie nun da: die Zeit. Begleitet wird sie vom Zeit-Magazin und von Zeit-Reisen. Keine Ahnung woher ich die Zeit für die Zeit nehmen soll, aber ich freue mich, sie zu lesen. Sie hat sieben Bünde, also für jeden Tag einen. So lautet nämlich die Strategie: aufteilen. Mal sehen, ob die hohen Erwartungen erfüllt werden.

Nei aber au!

Mein – immer noch – Morgenblatt treibt es heute auf die Spitze. Detailliert wird ein Unfall beschrieben, der sich vor längerem abgespielt hat. Das Hirn war bis zu den Augenhöhlen zerquetscht.. Ja, liebe BaZ, ganz genau will frau das wissen. Den Angehörigen, in diesem Fall die Frau und zwei Kinder wie erwähnt wird, wird es sicher helfen. Ethische Fragen stellen sich nicht, oder?
Gestern im Zug dafür das NZZ Folio über die Zukunft der Zeitungen gelesen. Es gibt Hoffnung. Bei der BaZ bin ich mir da nicht so sicher. Habe unterdessen „Die Zeit“ abonniert.

Bachelor!

Gestern wurden an der ZHWA die ersten Bachelor-Diplome in Physiotherapie verteilt. Ich vertrat den Physiotherapie-Verband physioswiss also in Winterthur. Der Rede-Marathon begann mit dem Rektor, dann kam der Direktor, der Regierungsrat und schliesslich eine Gender-Beauftragte, die die Entwicklung der Pflegeberufe in den letzten 100 Jahren beleuchtete. Vom Arzt-Mann zur Pflegefach-Frau. Das nächste Mal könnte man/frau die Reden etwas beleuchten, denn auch die Diplomanden-Reden waren zu 2/3 männlich. Bei der Verteilung der Diplome war der Männeranteil etwa 4 %, aufgerundet.
Das eindeutige Highlight (passend zum Bachelor streue ich jetzt einige Anglizismen ein…) war Lara Stoll. Sie brachte den Saal mit ihren Vorträgen zum tränenden Lachen. „Der Bachelor ist der Oscar der ZHAW“- einfach genial. Kulturell hat es sich also gelohnt. Ich wünsche den frischen Bachelors alles Gute in ihrem Beruf und viel Humor.

Bildungsreise

Heute im ICE Zürich-Basel: zwei Geschäftsherren unterhalten sich übers Essen. Was um die Mittagszeit nett ist ;-). Nun weiss ich Folgendes: die richtige Carbonara-Sauce ist eigentlich keine Sauce, sondern mehr oder weniger Rührei mit Speck und etwas Käse. Trocken müsse sie sein, wird erklärt. Ebenso Spaghetti bolognese: trocken. Hackfleisch mit Tomaten ist schon o.k., aber nichts Flüssiges! Immerhin ist der Herr Italiener und seine Eltern haben ein italienisches Restaurant geführt. Jawoll, will es gerne glauben. Es gab dann noch eine Anekdote. Ein Gast wollte einmal Spaghetti alla casa. Als er sie erhielt, reklamierte er. Die würden gar nicht so schmecken, wie im anderen Restaurant. Als ihm erklärt wurde, dass „alla casa“ „nach Art des Hauses“ bedeute, war er sehr erstaunt…Werde Spaghetti einmal „alla ICE“ zubereiten, trocken.

Der Niedergang

der Sozialdemokratie wird nach den Bundestagswahlen in Deutschland ausgerufen. Falsch, rufe ich aus der Linkskurve. Es ist der Niedergang der SPD, die sich in eine Koalition mit der CDU einwickeln liess. Zuerst zusammen und dann doch dagegen, das geht nicht. Bei uns ist die Situation dann doch anders. Die grosse Aufgabe wird aber sein, unsere soziale Wirtschaftstauglichkeit an Mann und Frau zu bringen. Denn rechnen können wir auch.

Halb – halb

Mit den Abstimmungsergebnissen bin ich so halb-halb zufrieden. Die IV-Zusatzfinanzierung ist glücklich unter Dach und Fach. Die allgemeine Volksinitiative war eh nicht mehr zu retten.
Dafür haben die Baselbieter der Unternehmenssteuerreform II und der Änderung der Erbschaftssteuer zugestimmt. Weshalb auch immer. Bei einem Defizit von 100 Mio. auf 20 Mio. zu verzichten ist offensichtlich einfach. Weh getan haben die Steuern nämlich niemandem. Die Auswirkungen dieses Entscheides dann schon eher. Vielleicht sollten wir allgemein die Abschaffung aller Steuern fordern und alles nur noch über Gebühren finanzieren? Sehr unsozial, aber offenbar en vogue.

Handelskammer-Nein

Die Handelskammer beider Basel fragt mich an, ob ich den Komitees „Nein zur GSOA-Initiative“ und „Ja zur Spezialfinanzierung Luftverkehr“ beitreten möchte. Nein, liebe Handelskammer, möchte ich definitiv nicht. Die GSOA-Initiative unterstütze ich sehr und eine Spezialfinanzierung Luftverkehr (die Erträge aus der Steuer auf Flugtreibstoffen sollen für Umweltschutz-, Security- und Safetymassnahmen eingesetzt werden) finde ich nun nicht besonders wichtig. Schon fast witzig die Begründung, es bestehe die Notwendigkeit, einen Schritt in die Richtung der Gleichbehandlung des Luftverkehrs als wichtigen Träger des öffentlichen Verkehrs zu unternehmen. Meine Devise: immer schön auf dem Boden bleiben. Sonst fliegen wir mit dem U-Abo noch schnell nach Bern oder so.

Sicher ist nichts

Ueli Maurer hatte Borreliose, Christoph Mörgeli einen schweren Unfall. Offenbar sind beide wieder genesen und haben keine Hemmungen, trotzdem die IV-Zusatzfinanzierung mit ihrer SVP und unsäglichen Inseraten abzulehnen. Keiner, aber wirklich keiner, ist sicher, dass ihn nicht eine Krankheit oder ein Unfall trifft, der sein Leben für immer verändert. Natürlich gibt es Schmarotzer (wie war das doch mit den Steuerflüchtlingen?), aber das heisst nicht,dass alle anderen darunter leiden müssen. Denn eines ist sicher: wenn gespart wird, dann bei allen. Dann gibts halt keinen Rollstuhl oder keine Rampe, keinen Treppenlift und kein umgebautes Auto. Die beiden Herren können sich wieder bewegen, viele andere nicht. Darum: überzeugt eure Umgebung, dass die IV-Zusatzfinanzierung angenommen werden muss. Wir haben Milliarden in Banken gestopft, da werden wir doch 0,4 % Konsumsteuer schaffen, die übrigens durch Konjunkturpakete auch wiederum subventioniert wird.

Noch nicht Wahlkampf

aber frau muss sich ja frühzeitig vorbereiten. Deshalb als Sinnbild für die Verteidigung der Rechte (nicht RechteN) ein Bild eines Spieles am berühmten Eidg. Parlamentarier-FussballturnierFussball
Denselben Einsatz wünsche ich mir für die IV-Zusatzfinanzierung. Euer Einsatz ist gefragt, denn jedes JA ist wichtig. In Baselland ist dafür bei der Unternehmenssteuer-Reform und der Erbschafts- und Schenkungssteuer NEIN zu stimmen. Wir können nicht auf der einen Seite über zu wenig Geld klagen und dafür Steuergeschenke machen. Und der Betrieb, der wegen der Erbschaftssteuer ins Baselbiet zieht, ist wahrscheinlich Bestattungsunternehmer…

Sitzungsnomadin

Gestern Münchenstein und Reinach, heute Ascona. Ich bin eine Sitzungsnomadin geworden. Ausgerüstet ist diese mit Laptop (Hotspot im Hotel), Handy zur Kontaktaufnahme mit Prinz und Prinzessin, ipod und Striggede, natürlich auch mit den jeweils passenden Akten. Verpackt sind diese Utensilien in diversen Taschen, was der Sitzungsnomadin eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Tier (4 Buchstaben waagrecht) verleiht. Ist das jetzt die berühmte Karriere?

Mich zum Schweigen

zu bringen, ist bekanntermassen recht schwierig. Gewisse Leute können ein Lied davon singen…Gestern, es war das 24. Eidgenössische Parlamentarier-Fussballturnier in Visp, gelang dies aber einem Appenzeller mit einem Schuss. Statt den Kopf wegzuziehen, wie es Prinz und Prinzessin mir danach vorhielten, blieb ich standhaft. Resultat: eine Kieferprellung. Vier Schmerztabletten später kann ich nun wenigstens den Milchkaffee mit Toast ergänzen. Wir wurden übrigens 14. von 15 Mannschaften, hatten aber mit Abstand den höchsten Frauen- und wohl auch SP-Anteil! Als ganz spezielles Souvenir haben wir auch ein Photo mit Sepp Blatter, der von unserem Captain Hannes Schweizer ins Bild gebracht wurde.
Lieber FC Landrat: es war toll mit euch! Hier das passende Lied von Jan Delay. Hauptsache, das Feuer brennt.

Der Tag der Tage

Schon lange war ja der 27. August ein Thema, fanden doch x Anlässe heute statt. Ich besuchte den Vernetzungs-Apéro zur Aktion gesundes Körpergewicht. Es wurden Projekte zur Bewegungsförderung bei Kleinkindern vorgestellt. Wichtig dabei sind die interkulturellen Vermittlerinnen, die Migrantinnen mit Kleinkindern ansprechen und über Ernährung und Bewegung aufklären. Die Vernetzung fand auch wirklich statt, traf ich doch Elisabeth Schweighauser von der Elternbildung Baselland, die ich noch aus der Zeit der Tagesmütter kenne. Auch hielt Conny Neuhaus, Kinderphysiotherapeutin am UKBB, einen Vortrag. Das Projekt kann man unter www.bewegter-lebensstart.ch besuchen. Zudem habe ich schon mal vorsondiert, welche Chancen ein Projekt zum „bewegten Schulweg“ hätte. Hat es. Und übrigens war der Apéro ausgesprochen gut und gesund. Die Wahl hat sich gelohnt…