Die SP und die Gewerkschaften konnten heute einmal wieder einen Sieg feiern. Der Umwandlungssatz bleibt, wie er ist. Das tut gut, muss ich sagen. Nun müssen aber all die Abzocker und Finanzler ausserhalb der Versicherungen auch noch auf ein Normalmass zurückgestutzt werden.
Nicht ganz so siegreich war die SP gestern am 2. Parlamentarierskirennen auf dem Rischli in Sörenberg. Mein Fraktionskollege Hannes Schweizer wurde ebenso 4. wie ich bei den Frauen. Den Fraktionscup holte die FDP. Aber eben, das war gestern. Heute gings um mehr als eine Flasche Wein, deutlich mehr.
Kategorie: Denk-Rad
Killergames
Eigentlich ja ein Jugendthema. Gestern in der Sendung „10 vor 10“ wurde eine Gruppe von Falknern vorgestellt, die tatsächlich im Auto (!) mit ihrem Falken Krähen suchen, die der Falke dann jagen soll. Nach erfolgreichem Töten der Krähen wird gejubelt als hätte mann sein Score erhöht und der Falke wird wieder eingesammelt. Sehr natürlich das Ganze…Vielleicht brauchts den Tieranwalt doch?
Nervig
Intergga hat seit Tagen Probleme mit dem Mailverkehr (das ist unser lokaler Provider), der neue Drucker reisst immer mehrere Blätter mit, Wacom bereitet der Prinzessin mit seinem neuen Treiber für das Graphic Tablet Probleme nach dem Motto „rien ne va plus“ und ständig erscheinen Meldungen auf meinem Bildschirm, ob ich nicht zur Produkteverbesserung beitragen wolle.
Nein, will ich nicht. Löst die Probleme alleine. Ich beantworte ja schon genügend Umfragen. Aber löst sie.
Schlechte Erziehung
ist das Thema in der Beilage der „Zeit“. Ich frage mich nun, ob ich etwas falsch gemacht habe, denn der Prinz geht in die RS und wird Panzergrenadier. Er freut sich auch noch. Dabei wollte ich die Armee immer abschaffen. Er mache sicher nicht Zivildienst, sei ja völlig daneben. Sonst ist er ein netter Mensch. Der Kommentar des Königs war auch nicht sehr hilfreich: Die sterben in 10 Sekunden! Da diese Panzertruppen an der Front zuvorderst sind – so habe ich gelernt – und die Grenadiere dann rausspringen um unser Land zu verteidigen (oder ein anderes zu erobern), ist die Lebenserwartung im Kriegsfalle offenbar kurz. Ich marschierte noch an den Friedensmärschen, die irgendwann auch abgeschafft wurden. Wahrscheinlich damals, als ich mit der Erziehung des kleinen Prinzen ausgelastet war. Und nun das. Wahrscheinlich hätte ich immer darauf pochen sollen, dass er ein Militarist wird. Dann wäre er Zivi, ganz sicher.
Aufruf
Aufruf von Anita Fetz, Ständerätin
Liebe Frauen
Verteidigt eure Renten! Geht abstimmen, mobilisiert eure KollegInnen und sagt Nein zur Rentensenkung
Die Fakten sprechen gegen eine Kürzung auf Vorrat. Die Finanzmärkte erholen sich nach dem Krisenjahr 2008. Im 2009 betrug die Pensionskassenrendite wieder 10 Prozent. Seit Beginn des Pensionskassenobligatoriums 1985 haben die Kassen eine durchschnittliche Rendite von über 6 Prozent erreicht. Die für die Rentensicherung geforderten 4 Prozent waren also im Durchschnitt immer machbar. Gleichzeitig verdienen Versicherungen, Berater und Experten rund um die Pensionskassen Milliarden. Das muss sich zuerst ändern, bevor die Versicherten den Gürtel enger schnallen sollen.
Wir Frauen haben bereits 2x bezahlt für die Lebenserwartung
Mit der Erhöhung des AHV-Alters für Frauen von 62 auf 64 Jahre und mit der ersten Senkung des Umwandlungssatzes von 7,2 auf 6,8 Prozent haben wir Frauen bereits zweimal für die höhere Lebenserwartung bezahlt. Damit ist das demographische Argument gegenstandlos. Zudem gibt es Hinweise, dass die Lebenserwartung der Frauen nicht weiter steigen wird aufgrund von ungesundem Lebenswandel und Doppelbelastung. Sogar der Bundesrat hat das in seiner Botschaft gesagt.
Es wird knapp. Jede Stimme zählt! Geht stimmen! Schreibt Nein!
Ganz meine Meinung. Ihr habt noch eine Woche Zeit.
Kunst
Künstlerische Autorschaft
Kunst in unserer Gesellschaft ist freie und selbst gewählte Bildexploration. Sie vermag die für die Gesellschaft wichtige Spiegelung ihres Umgangs mit Bildern zu leisten.
Der Masterzyklus Fine Arts der HGK in Basel schafft Raum für diese Reflexion und fordert zu einer professionellen Beschäftigung mit Bildinhalten und Medien heraus. Diese Arbeit versteht sich als eigenverantwortliche aktive Auseinandersetzung.
Im Zentrum der Ausbildung steht die künstlerische Autorschaft: Im Masterstudium soll eine künstlerische Position erarbeitet werden, die in der Kunstwelt und in der Öffentlichkeit Beachtung findet
Titel: Master of Fine Arts an der FHNW. Was genau man/frau dort studiert, erschliesst sich der Prinzessin und mir nicht. So etwas Profanes wie Zeichnen oder Malen wird es wohl nicht sein.
Frau Fasnacht
mag vielleicht der Grund sein, wieso ich wieder einmal einsam in meiner Praxis sitze. Gerne wird ja vergessen, dass die Physiotherapeutin vielleicht auch noch Gescheiteres zu tun hätte, als vor der vorbereiteten Liege zu warten oder – wie gestern – vor verschlossener Türe. Die einen tauchen dann irgendwann mal auf, andere auch gar nie mehr. Nun ja.
Werde nun nach Hause fahren und vielleicht noch die Laternenausstellung auf dem Münsterplatz besuchen. Kann ja sein, dass ich da plötzlich meinen Patienten begegne…Interessanter als warten ist es allemal.
Unverständnis
Endlich ist das Wetter schön, die Sonne scheint, als wäre nie etwas gewesen. Sogar das Eis schmilzt (zumindest das an der Sonne). Bevor ich aber in Euphorie ausbrechen kann, liegt ausgerechnet der Drucker ab. Passend zur Winterzeit klemmt der Druckerschlitten ;-). Meine zuerst zärtlichen, dann aber immer heftiger werdenden Versuche das Ding zu entklemmen, endeten damit, dass ich irgendein Teil in der Hand hielt, das nicht mehr hineinwollte. Hätte auch nicht gewusst, wo es vorher war. Schwarze Hände, kaputter Drucker, gute Nacht.
Umfrage
Offenbar bin ich so etwas von durchschnittlich, dass ich sehr viele Anfragen von demoscope und Link erhalte. Sonntagabend habe ich mit einem 25-minütigen Interview verbracht, das mein Medienverhalten erforschen soll. Zusätzlich durfte ich jetzt auch noch meine Internetgewohnheiten darlegen. Es ging um Zeitungen/Zeitschriften und ihre Websites. Speziell finde ich auch die Widerspruchs-Fragen: „Haus, Auto und Inneneinrichtung sind mir wichtig“ (ja; nein; unentschieden) zu „Materielle Dinge sind mir nicht wichtig“ (ja; nein; unentschieden). Stelle mir vor, wie die Warnlampen im Forschungsinstitut aufleuchten, wenn ich beide Fragen mit ja beantworte. Von diesen Fragen gab es etliche, davor und danach musste ich ca. 100 Zeitschriften einordnen, auch wenn ich darin nur geblättert habe. Wieviele Ausgaben von 6 aufeinanderfolgenden haben Sie gelesen oder durchgeblättert? 6 von 6, 5 von 6…? Die Dame am anderen Ende tat mir leid, denn ca. 100 Mal dieselbe Frage zu stellen, finde ich auch nicht so spannend. Und eigentlich merkt sie ja nicht, wenn ich ins Blaue fantasiere. Oder doch? Was würde geschehen, wenn jede/r irgendetwas erzählen würde? Wie z.B. ich habe 6 von 6 Ausgaben von Auto/Moto irgendwas gelesen? Oder hätte ich alle Widerspruchs-Fragen mit unentschieden beantworten sollen?
Ach ja, vielleicht das nächste Mal. Dann mache ich es wie alle bei der Minarett-Umfrage: sage nein und stimme ja.
Zahlen
Das verantwortungsvolle Amt als Kassierin der Sektion Oberwil/Biel-Benken werde ich an der nächsten GV aus Zeitgründen abgeben. Zuvor aber muss noch die Buchhaltung erledigt werden. Wühle mich also durch Mitgliederlisten und Rechnungsbelege. Der Revisor ist Mathematiklehrer und nimmt es sehr genau, was auch richtig ist. In der SP werden die Mitgliederbeiträge nach Einkommen (Selbstdeklaration) bezahlt. Es funktioniert relativ gut. Wir glauben eben noch an Gerechtigkeit und an Ehrlichkeit! Wer nicht bezahlt, wird zuerst freundlich gemahnt. Wer dann immer noch nicht will, ist Mitglied gewesen. Geht bei den Steuern nicht. Die bürgerlichen Parteien rufen nach Steueroptimierung als ob Strassen, Schulen und Schneeräumung nicht irgendwie bezahlt werden müssten. Jahrelang wurde übrigens Personal in den Gemeinden abgebaut und dafür Maschinen angeschafft. Als ob diese beim jetzigen Wetter sich alleine auf den Weg machen und das Eis von den Trottoirs kratzen würden. Aber Maschinen kann man eben abschreiben, steueroptimiert!
Gesund altern gescheitert
Heute wurde der Bericht über das Projekt „Gesund altern“ veröffentlicht. Fazit: gebracht hats nichts und gekostet einiges. Es scheiterte vor allem an der Nachfrage nach präventiven Hausbesuchen. Die Kurse hingegen waren gut besucht. Wie schon zuvor vermutet, haben die wenigsten Menschen Lust und Zeit sich durch einen 23-seitigen (!) Fragebogen zu wühlen, bevor sie zum Hausarzt verwiesen werden und der dann entsprechende Massnahmen empfiehlt. Glücklicherweise war die Pilotphase kurz, dies auf Wunsch der Gesundheits-Kommission.
Eigentlich würde man eine Antwort auf die Frage erwarten, ob die Menschen, die mitgemacht haben, jetzt gesünder altern. Aber soweit geht der Bericht nicht. Er begnügt sich damit festzuhalten, dass die meisten Teilnehmenden Gefallen an den Kursen gefunden haben.
Der Landrat wird den Bericht zur Kenntnis nehmen dürfen 😉
Nur eine kleine Frage
habe ich, was diese ganze Datenklau-Bankgeheimnis-Geschichte betrifft: wie werden diese 2 Millionen für diese deutsche CD eigentlich versteuert? Einkommen aus Nebenerwerbstätigkeiten? Schenkung? Und unterliegt dieser Betrag dem Gesetz über die Geldwäscherei? Bekommt diese/r Bankangestellte auch einen Anruf, woher das Geld stamme? Aber der/die hat vielleicht gar kein Schweizer Konto sondern z.B. eines in Island, das froh ist, wenn noch jemand Geld bei ihnen deponiert.
Interessant finde ich die Entwicklung dieses Geschäftszweiges. Jahrelang stand der Datenschutz zuoberst – Vergangenheit. Die Erfahrung ist: wenn einmal die Tore geöffnet werden, betrifft es alle. Plädiere für Steuergerechtigkeit weltweit. Und einfache Steuererklärungen!
MUBA
Für Nichtbaslerinnen: Mustermesse Basel. Heute mit Rollstuhl-Patientin besucht. Zum Glück waren um 10 Uhr bei diesem Wetter noch wenige unterwegs. Um 11.30 Uhr (die Tore zur Degustation weit offen…) war das Gedränge enorm. Nichts für Rollstuhlfahrende und -stossende. Nur knapp konnten wir Kollisionen verhindern. Hin mit dem Taxi (sehr nett und hilfsbereit), zurück mit Tram und Bus. Es ging, aber es war anstrengend. Busse mit Niederflur sind nur dann hilfreich, wenn der Eingang abgesenkt wird. Wir waren schon fast draussen, bis der Fahrer den ominösen Knopf drückte…
Fazit: Patientin glücklich, Therapeutin erschöpft, aber schon wieder etwas gescheiter.
Stimmfreigabe
Offenbar war ich nicht besonders überzeugend: die Delegiertenversammlung hat zum Tierschutzanwalt die Stimmfreigabe beschlossen. Übrigens nach längerer Diskussion…Mein Antrag lautete auf Ja. Aber in schwierigen Zeiten verstehe ich es, dass man nicht Geld für einen Tierschutzanwalt ausgeben will. Das Tierschutzgesetz muss sich vielleicht zuerst bewähren. Andere Parolen: Humanforschung (Verfassungsänderung) JA, Rentenklau NEIN, Gastgewerbegesetz BL JA. Die Initiative gegen die Pauschalbesteuerung in Baselland wurde lanciert.
Gute Nacht dann.
2 x Liestal
Heute morgen war Sitzung der Gesundheitskommission in Liestal, dann war Arbeit in der Praxis angesagt. In 90 Minuten startet die Delegiertenversammlung der SP Baselland wieder in Liestal mit der Parolenfassung für die kommenden Abstimmungen, sowie der Lancierung der Initiative gegen die Pauschalbesteuerung im Kanton. Ich rede zum Tierschutzanwalt, mal etwas Anderes…Muss mich sputen. Wie immer eilt es.