miese Tage IV

Es nieselt, alles grau. Also das Wetter ist schuld. Bis jetzt vier Hausbesuche absolviert. Es sind meine Patienten, die die Tage besser machen. Politik eher nicht. Gestern wurde der Tag extrem lange. Nach dem Landrat gabs noch eine Kommissionssitzung, dann war noch Fraktionsvorstand angesagt. Zum Schluss noch das prinzessliche Französischproblem mit Nachhilfelehrerin diskutiert. Muss ja auch sein.

miese Tage III

Gestern Abend traf sich die Sachgruppe Gesundheit, Teilnehmerzahl: 2. Nach einer Viertelstunde konnten wir die Sitzung wieder schliessen und nach Hause fahren. Was aber nicht heisst, dass wir nichts entschieden haben.
Heute sollten einige gesundheitspolitische Vorstösse im Landrat behandelt werden. Der Morgen ist vorbei, wir stehen bei der Fragestunde und haben noch vier dringliche Interpellationen vor uns. Traktandum 15 „Gesund altern“ und 16 „Gesundes Körpergewicht“ müssen also noch etwas warten. Dann schläft der Rat wohl friedlich. Werde versuchen, ihn etwas aufzurütteln. Eigentlich fehlt noch „In Würde sterben“, aber diese Vorlage hängt noch in der Kommission. Wäre doch eine gute Reihenfolge, besonders an so einem Tag.

miese Tage

Schlechtes Wetter, Erdbeeren wurden geklaut, Patienten, die nicht kommen, Patienten, die ich vergessen habe (:-() – ein mieser Tag eben. Wieso es die geben muss? Vielleicht, damit frau mit den Füssen am Boden bleibt. Die Erdbeeren ärgern mich aber schon. Sind sicher schon gegessen. Installiere bald mal eine Kamera. Dann sind die miesen Tage wenigstens dokumentiert.

Schlüsselrolle

Am Mittwoch trifft sich die Sachgruppe Gesundheit der SP Baselland. Bis jetzt trudeln nur Absagen ein und langsam habe ich das Gefühl wir sind dann nur noch zwei…Der Raum hat aber eine Tür mit Schlüssel und es stellte sich die Frage, wie ich zu dem Schlüssel komme. Die Sekretärin war so nett, sich ins Tram zu setzen, damit wir in Bottmingen quasi im Rollen die Schlüsselübergabe vollziehen konnten. Sie fuhr zurück nach Basel, ich zurück in meine Praxis. Jetzt wisst ihr, wie eine richtige Schlüsselrolle aussieht 😉

hurra, hurra, hurra

es geschieht ja selten genug, aber heute war so ein Tag: die Abstimmungsresultate waren durchs Band weg so, wie ich es mir gewünscht hatte! 3 x Nein beim Bund und auch unsere Fachstelle für die Gleichstellung darf weiter arbeiten wie bisher. Wäre ja auch gelacht gewesen, wenn ausgerechnet am Tag des Frauenlaufes in Bern die Fachstelle abgeschafft worden wäre. Wenn ich einen hätte, würde ich mich glatt in den Liegestuhl legen und das Gefühl des Sieges geniessen. Geht aber auch so.

Internet-Abfall

Lustige Diskussion mit Le Shop (Internetmigros sozusagen). Ich bestelle meine geschätzten 20 Kilo Essen für die königliche Familie bei Le Shop. Da schaue ich – ökologisch wie ich nun mal bin – auf Verpackungen, die ich auch wieder zurückgeben kann. Retourmilchflaschen zum Beispiel. Nur: ich kann die Flaschen nicht dem Lieferanten zurückgeben, ich muss sie im Laden entsorgen. Die Dame vom Kundendienst meinte dazu: dort, wo ich grosse Gegenstände abgeben würde z.B. Karton und Papier, könnte ich auch die ominösen Flaschen abgeben. Nur: bei uns werden Karton und Papier von der Gemeinde abgeholt. Plastikflaschen der Migros werden bei uns in der Migros abgegeben. Die Entsorgung der Flaschen sei bei Le Shop nicht vorgesehen. Interessanterweise der Verkauf schon. Bei Le Shop gibts auch ein Kapitel „Umweltschutz“, dort könnte frau noch ein Unterkapitel anhängen: Umweltschutz wie ich ihn sehe…
Konkurrent Coopathome schafft die Rücknahme übrigens, aber nicht von Milchflaschen, die haben sie nicht. Aber immerhin von PET-Flaschen. Die boykottiere ich aber. Vielleicht sollte ich doch einen Bauern suchen, der mich seine Kuh melken lässt…

Pech

Vielleicht gilt ja bei mir: Pech im Sport, Glück in der Politik? Seit meinem Leitersturz am 1.1. klebt mir das Pech etwas an den Fersen. So hats mich am Freitagabend beim Fussballspiel FC Landrat – Direktion Roche erwischt. Knie verdreht, aus wars mit dem Fussball. Habe eben alles gegeben und laut meinen Kollegen ein Tor verhindert. Immerhin! Verloren haben wir dann mit 4:7, aber das Essen war gut. Der Prinzgemahl hat mich mit Schiene, Tabletten und Pflaster versorgt, was sehr hilfreich war. Therapieren kann ich mich ja selber, äusserst praktisch, oder?

Rubbelpost

Heute auf der Post habe ich ein Rubbellos gekauft. Eigentlich wollte ich nur ein Paket aufgeben, dann hat die Verkäuferin/Postangestellte aber so nett gefragt…Also zusätzlich noch Fr. 5.00 ausgegeben, obwohl ich nie etwas gewinne und eigentlich nie Lose kaufe. Keine Ahnung, ob es der Verkäuferin/Postangestellten jetzt besser geht oder ob sie eine Provision von meinen Fr. 5.00 bekommt. Sicher ist aber, dass irgendwo in der Statistik mein Rubbellos vorkommt und jemand ganz weit oben das Gefühl hat, Rubbellose auf der Post seien eine gute Idee. Was sie eigentlich nicht sind. Es war ja nur die Verkäuferin/Postangestellte, die war nett. Das Los nicht, habe nichts gewonnen. Wusste ichs doch.

Namen

Die Baz bemüht sich wieder um mich. Hatte ja nie eine Zeitung erhalten 😉 Brief geschrieben, Brief zurückbekommen. Eigentlich hätte ich seit dem 27. Februar (!) eine Zeitung haben sollen, habe ich nicht, aber gut. Irgendwie ist mein Name untergegangen, was bei Doppelnamen (hach der Feminismus) vorkommt, aber die Sache etwas schwieriger macht. Fragt mich der Brief doch: „Hat der Verträger heute ihren Briefkasten gefunden und Ihnen die Baz zugestellt?“ Nun, der Verträger hat meinen Briefkasten nicht gefunden, dafür den daneben und halt einfach dort 2 x die Baz hineingelegt. Wir sind also einen bedeutenden Schritt weiter. Nun werde ich der Baz eine e-mail schreiben, in dem ich das mit dem Briefkasten und meinem Namen erkläre. Halte euch auf dem Laufenden.

V wie falsch

Die Partei mit dem meisten Geld für Plakate ist auch nicht mehr, was sie mal war. Der Chef verliert die Worte, das Hühnerplakat wird nicht aufgehängt und dann ist das Riesenplakat auch noch missverständlich. Es steht gross drauf „STOP JA“. Zumindest das kann ich lesen, der Rest geht in wirren Bildern unter. Das finde ich auch: Stop JA, zu allem nein, zumindest am 1. Juni!

Teuerung

Habe eine Mietzinserhöhung bekommen, teuerungsbedingte Anpassung nennt sich das. Ich habe keine teuerungsbedingte Anpassung meines Tarifes, ist seit ZEHN Jahren der gleiche. Könnte Jubiläum feiern: 10 Jahre Physio-Tarif Baselland! Jubel, Jubel! Doch, doch wir haben einen Berufsverband. Hat sich gerade von „fisio“ in „physioswiss“ umbenamst. Dieser Verband spricht ab und an mit dem Bundesrat, der Bundesrat (mit Teuerungszulage auf seinem Lohn) findet dann, eine Erhöhung des Tarifes sei nicht nötig und das wars dann wieder für eine Weile. Bleibe jetzt einfach ein bisschen länger in meiner Praxis. Wenn ich doch schon mehr bezahlen muss, will ich auch etwas für mein Geld 😉

Kampf der Bewegten

Heute morgen radle ich zum Veloweg (es hat nur einen, dafür zwei Kantonshauptstrassen…). Dabei treffe ich eine Fussgängerin, mitten auf der Strasse, und läute brav. Da komme ich aber schlecht an. Das sei schliesslich ein Fussgängerweg. Mein Hinweis auf die Tafel (Fahrverbot für alle Motorisierten) kann sie nicht beruhigen. Ich frage sie im Weiterfahren, ob sie lieber überfahren worden wäre und höre bei der Antwort nicht mehr hin. Vielleicht lags am warmen Wetter oder an ihrer Zigarette oder vielleicht ist sie ja immer so.

Kompliziert II

Wenn wir schon bei eigenartigen Entwicklungen sind: wer ist dafür zuständig, was in den Regalen von Migros und Coop steht? Ich meine nicht die Einräumerinnen sondern die weit oben, die strategischen Denker. Denen sei gesagt: ich will nicht unter 15 Milchsorten, 20 Honigsorten und 25 Flocken auswählen. Ich will anständig (biologisch, fair trade) produziertes Essen, möglichst aus der Nähe. Dafür darf es dann dort bleiben, wo es ist und muss nicht aus Umsatzgründen ständig durch etwas Neues ersetzt werden. Zwar habe ich nette Gespräche in diesen Geschäften mit Kundinnen, die ebenso verzweifelt vor dem Regal stehen wie ich, aber ich gehe ja nicht zur Kontaktaufnahme einkaufen!