Revidiert

Gestern hatte ich Besuch der Revisoren der SP Oberwil/Biel-Benken. Ich war richtig aufgeregt…frau will ja ihr Bestes geben! Die Saldi stimmten, werde noch einige Anpassungen vornehmen um die Transparenz zu verbessern. Die zwei Herren sind ausgesprochene IT-Profis. Deshalb folgte auch eine längere Diskussion über eine Motion im Landrat, die alle Macs durch PCs ersetzt haben möchte. Die SP-Fraktion hat die Motion logischerweise nicht unterschrieben – als einzige! Es bleibt die Frage, was sich die anderen Fraktionen überlegt haben. Ganz originiell ist das Argument, dass die armen Kinder nicht zwischen PC (zuhause) und Mac (in der Schule) wechseln können. Dachte immer, die dürfen zuhause nur schlafen…

Wahlen

Nein, es ist kein Wahljahr im üblichen Sinn. Ich wurde aber angefragt, ob ich für den Zentralvorstand des Physiotherapeutenverbandes (physioswiss) kandidieren würde, was ich nun tue. Am 27. März darf ich mich in Bern den Delegierten zur Wahl stellen. Ein guter Zeitpunkt, um vor den Wahlen 2011 (Landrat und Nationalrat) zu üben. Am Mittwochabend besuchte ich schon mal die Delegierten des Kantonalverbands beider Basel. Am 17. März hat der Kantonalverband Generalversammlung, auch dort werde ich mich natürlich präsentieren. Da ist die Revision der Kasse unserer Sektion (ich bin Kassierin), die morgen Abend ansteht direkt ein Klacks.

Tragisch

Es ist eine schlimme Woche: die Morde an zwei jungen Frauen und dann das schreckliche Attentat gestern im deutschen Winnenden. Auch hier zielte der Täter auf die Frauen. Wir werden von einer Schreckensmeldung zur anderen gejagt. Was muss man tun? Ich weiss es nicht.
Zu meinem Ärger lese ich aber heute morgen, dass meine Mutterpartei sogenannte „Killergames“ verbieten will. Die Jugend spielt also Killergames, säuft oder randaliert. Sofort finden sich „Experten“, die einen Zusammenhang zwischen Taten und Games herstellen. Die riesengrosse Mehrheit der Jugendlichen kann Games ohne Probleme spielen. Da verstehe ich meine Partei einfach nicht.
Nur so nebenbei: die Opfer sind Jugendliche. Was hätten wir für sie tun können?

Förderbeiträge

Wir haben ja letztes Jahr eine Solarkollektoranlage einrichten lassen. Diese wurde dann von diversen Diensten abgenommen. Da der Kanton Baselland den Einsatz von erneuerbaren Energien fördert, forderten wir die Förderbeiträge ein. Eingetroffen sind sie bis heute nicht. Habe nun bei der BUD (Bau- und Umweltschutzdirektion) nachgefragt, wann das liebe Geld denn einreffen sollte. Hier die Antwort: </Ihr Gesuch ist bei uns am 18. Dezember 2008 eingetroffen.
Wir werden Ihnen in den nächsten 2-3 Wochen eine Zusicherungsverfügung ausstellen können.
Da ihre Anlage schon ausgeführt ist, reichen Sie uns umgehend die zugestellte Zusicherungsverfügung (auf der Formular-Rückseite) mit unterschriebener Bestätigung wieder ein.
Wir stellen Ihnen dann eine Auszahlungsverfügung aus.
Der Beitrag wird innert 40 Tagen ab dem Verfügungsdatum ausbezahlt.

Schneller gehts nimmer. Schön, dass die Sonne trotzdem scheint…

Frauen!

Heute ist Tag der Frau. Gestern trafen sich die SP Frauen Schweiz in Bern. Thema wie allerorten: die Wirtschaftslage, Finanzkrise oder wie auch immer. Was wir schon letzten Herbst forderten, erschien pünktlich gestern auch im „Magazin“. Frauen gehen besser mit dem Geld um. Deshalb haben wir auch die Thesen der SP Schweiz für die Delegiertenversammlung an unsere Erfahrungen/Bedürfnisse angepasst. Am Dienstag ist übrigens „Equal Pay Day“, wo auf die immer noch bestehende Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau aufmerksam gemacht wird. Irgendwie gehts immer ums Geld.

Gemüse vom Obama-Land

Ein amerikanischer Aktivist fordert Obama dazu auf, das Gelände ums Weisse Haus in einen Gemüsegarten zu verwandeln. Es gibt in Amerika auch schon Bewegungen, die quasi aus jedem Quadratmeter Erde ein Pflanzplätzchen machen sollen. Tolle Idee! Wieso brauchen wir Kriegszeiten für eine Anbauschlacht? Macht Parkplätze zu Gemüsegärten!

Puzzle

Manchmal gleicht die Politik einem Puzzle. In der Tagesschau wird erzählt, dass Krankenkassen Einsicht in die Krankengeschichten haben, ohne dass die Patientinnen dies wissen. Dafür haben die Spitäler mit den Krankenkassen Verträge abgeschlossen. Eigentlich bezahlen wir die Krankenkassen, damit sie die Spitäler bezahlen, nicht damit sie uns bis auf die Unterhosen ausziehen (Datentechnisch gesehen). Nun gut. Abends dann im Club nochmals die Aufarbeitung des Falles Entlisberg. Das Personal verbringt immer mehr Zeit mit Erfassen statt mit Behandeln, dies auf Druck der Krankenkassen. Die notabene auch wieder Einsicht in die Akten in den Pflegeheimen haben. Der Sprecher der Santésuisse meinte dazu salopp: Man könne ja auch mit dem gesunden Menschenverstand arbeiten, da brauche es doch keine Rechtsgrundlagen.
Ich will nicht, dass irgendein Fallmanager, den ich nicht kenne, der nicht an meiner Gesundheit, sondern nur an meinen Kosten interessiert ist, sich an meine Daten heranmacht. Meine Daten sind mindestens so wichtig wie das Bankgeheimnis!
Fertig gepuzzlet!

Pflegeheim

Die Berichterstattung ist zunehmend auf Emotionen und Aufschrecken ausgerichtet. Nun wurde der Fall im Pflegeheim Entlisberg bekannt, wo eine bzw. mehrere Pflegende Patienten nicht pflegten sondern demütigten und mit dem Handy filmten. Dann wurde tatsächlich über Lohn, Ausbildung und Kostendruck diskutiert. Als ob es einen Grund dafür geben könnte! Was uns wirklich zu denken geben sollte, ist, dass es ja Mitwisser gab und die sich nicht sofort meldeten. Es müssen dringend Meldestellen her, wo Misshandlungen in Heimen anonym gemeldet werden können. Egal, ob bei Kindern oder Behinderten oder Betagten: wir müssen uns kümmern!
Keine Frage ist aber, dass Pflegende anständig entlöhnt, ausgebildet und motiviert werden. Diese haben dafür ihre Arbeit unter Achtung ethischer Grundsätze auszuführen.

Bücherliste

Am Donnerstag war wieder Büchertreff in Oberwil. Diesmal trafen sich sechs Lesende und berichteten über gute und nicht wirklich tolle Bücher. Der überaus anregende Abend endete mit folgender Bücherliste:
– Before I die (Jenny Downham)
– The lost Diaries of Adrian Mole (Sue Townsend)
– Scheintot (Tess Gerritsen)
– Verdammnis (Stieg Larsson)
– The uncommon reader (Alan Bennett)
– The white tiger (Aravind Adiga)
und etlichen anderen, nur kurz angesprochenen (z.B. Der Mann, der starb wie ein Lachs). Die obersten vier habe ich gekauft, dazu noch Life’s a Pitch (S. Bayley und R. Mavity), aus reiner politischer Verzweiflung ;-). „The Boy in the striped Pyjama“ wurde sehr kontrovers diskutiert, da von der Prinzessin in der Schule gelesene Bücher generell nicht so gut wegkommen. Der König meinte lapidar: schliesslich sieht ein Mensch seziert auch nicht mehr gut aus. Womit er Recht hat.

Privates

In der BaZ durfte jetzt ein Kommunikationsberater, der scheinbar einen politischen Blog betreibt (mache hier keine Werbung, macht er für mich ja auch nicht), eine Woche lang über seinen Blog berichten. Privates erzähle er grundsätzlich nicht, nur Politisches. Mein Alltag ist immer auch politisch, wüsste jetzt nicht, wie ich das trennen könnte. Interessanterweise machte dieser Kommunikationsberater offenbar seine Hochzeit dafür in der NZZ öffentlich. Ich denke, er arbeitet, auch an seiner Hochzeit.