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Politblog von Pia Fankhauser

 

Twittersommer mit Crowdfunding

Dieser Artikel wurde am 12. August 2015 um 08:34 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Twitter ist in der Schweiz bei weitem nicht so verbreitet wie in anderen Ländern. Eigentlich wird es vor allem dazu benutzt, die 140 Zeichen nach irgend etwas abzusuchen, das sich medial verwerten lässt. Schade eigentlich, denn im englischen Sprachraum ist Twitter in der Wissenschaft eine gute Möglichkeit, Studien bekannt zu machen und Forschende so kennenzulernen. Hier bleibt man aber meist unter Gleichgesinnten, von Ausnahmen abgesehen (hatte mal eine gute Diskussion mit Luca Strebel, CVP).

Ebenso geht es dem Crowdfunding: es gibt durchaus erfolgreiche Projekte, die mit der Unterstützung von vielen über Internet gestartet werden konnten. Es ist aber immer noch ein schwieriges Pflaster und die grosse Begeisterung ist selten zu erreichen.

Diese Sommer versucht es Jürg Wyss mit seinem Projekt #wyssion: seit bald einem Monat sammelt er mit Hilfe von Twitter, LinkedIn etc. Spenden für sein Projekt. Eigentlich war ich nur auf der Indiegogo-Plattform, um für die Griechen zu spenden und stolperte dann über #wyssion. Das mit den Griechen wurde leider nichts (die Milliarde wurde nicht erreicht und ich erhielt meine Spende zurück…), so dass ich Geld übrig hatte. Dann passierte etwas sehr Spannendes: auf Twitter vernetzten sich die Unterstützenden und begannen, Dinge zu versteigern. Die Aktion lief gut, aber etwas unkoordiniert. Jürg Wyss startete deshalb am 10. August nochmals eine Auktion, die von morgens bis abends dauerte. Es muss ein sehr anstrengender Tag gewesen sein! Am Schluss gab es ein Ergebnis von 2000 Euro – ein Riesenerfolg.

Die Aktion dauert nun noch bis Freitag. Immer noch fehlen 5000 Euro. Hier nun der Aufruf an alle, die eben nicht auf Twitter sind und noch nie auf einer Crowdfunding-Plattform gespendet haben: versuchen Sie es. Ist ein gutes Gefühl und ein gutes Mittel, Menschen kennenzulernen. Ich habe Jürg Wyss vorher nicht gekannt, vielleicht werde ich ihn nie persönlich treffen. Spielt das eine Rolle?

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