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Politblog von Pia Fankhauser

 

Cui bono?

Dieser Artikel wurde am 15. August 2014 um 11:38 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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zu deutsch: wem nützt es?
Eine ständige Frage in der Politik. Das letzte Mal tauchte die Frage bei mir anlässlich des Entscheides des Kantonsparlamentes Thurgau auf, das Frühfranzösisch aus dem Lehrplan strich. Notabene gegen den Widerstand der SVP-Regierungsrätin. Zwei Sprachen seien zu viel. Gut, aber weshalb dann nicht Englisch streichen? Weil die Wirtschaft das Gefühl hat, Englisch sei wichtig. Die Schule ist mehr und mehr unter Wirtschaftsdruck geraten. Informatik, Naturwissenschaften, Englisch – das ist nützlich, das sollen die Kinder lernen. Sonstige Sprachen? Kunst? Hauswirtschaft? Sport? Cui bono? Dumm, wenn die kindlichen Kompetenzen ebendort liegen.
Dazu kommt: Nationale Gremien diverser Verbände bestehen meist aus Vertreterinnen der verschiedenen Landesteile. „Jede in ihrer Sprache“ ist dort die Devise, was verlangt, dass zumindest ein gutes passives Verständnis der anderen Sprache äusserst hilfreich ist. (Das Tessin hat es immer schwer, ich weiss). Ansonsten braucht es Dolmetscherinnen, die teuer sind und die Diskussion verlangsamen. Wenn Romands und DeutschweizerInnen miteinander wirklich Englisch sprechen sollen, kann mir ja vielleicht jemand sagen, was KVG (Krankenversicherungsgesetz) auf Englisch heisst. Französisch wäre es LAMAL…

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Worum es wirklich geht

Dieser Artikel wurde am 19. Juni 2014 um 08:08 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein, Zeitungsständer veröffentlicht.
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Die letzten Tage waren von sehr viel medialer Aufregung geprägt. Dutzende Anrufe, Mails, SMS wollten, dass ich Stellung nehme zur Rücktrittsdrohung von Urs Wüthrich.

Was ist aber wirklich letzte Woche im Landrat geschehen? Die Vorlage „Integrative Schulung“ war sehr lange in der Kommission. Es herrschte auch nach 7 Sitzungen nicht wirklich Einigkeit über die Vorlage. In der Landratsdebatte ging es zuerst um das Eintreten auf die Vorlage. Dies war unbestritten, denn eine Rückweisung kann erst nach Eintreten beschlossen werden. Als der Rückweisungsantrag von der FDP gestellt wurde, waren wir schon ziemlich in den Details, aber faktisch immer noch in der Eintretensdebatte. Obwohl mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass eine Rückweisung ohne Auftrag keinen Sinn macht, wurde diese trotzdem mit 45:33 beschlossen. Damit fiel jede Möglichkeit weg, einen Antrag zu stellen. Das ist, was die Medien nicht begriffen haben. Nun haben wir zwar tagelang über den Regierungsrat debattiert, für die Kinder mit Behinderung ist damit aber gar nichts erreicht.

Worum geht es wirklich? Eigentlich wäre die Frage korrekter: um wen?

Mir geht es um Kinder wie Sevin. Sevin hat seit ihrer Geburt um alles gekämpft, mit sehr vielen Schmerzen. Sevin hat eine seltene Krankheit. Sie wollte in die Regelschule, nicht nur auf ihre Krankheit reduziert sein. Sevin und ihre Eltern hätten es verdient, dass SVP und FDP nicht Wahlkampf auf ihre Kosten führen. Die Vertreterin der SVP durfte im Landrat sagen (und in den Medien wiederholen), dass die Vorlage zu einer „Senkung des Bildungsniveaus“ führt. Von der Politik verlange ich, dass sie sich für die Kinder und ihre Eltern einsetzt, die dies nicht selber tun können. Von den Medien erwarte ich, dass sie differenziert und nicht polemisch berichten.

Wer Sevin und anderen Kindern mit der Schmetterlingskrankheit helfen will, hier der Link zu der Website.

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Mindestlohn – ja klar!

Dieser Artikel wurde am 9. Mai 2014 um 07:28 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Als Unternehmerin mit Angestellten ist es für mich keine Frage, dass ich Löhne bezahle, die den Mindestlohn mindestens erreichen. Die Kosten des Produktes müssen eben daraus errechnet werden, was an Lohn-, Miet- und anderen Kosten anfällt. Wenn der Mindestlohn für alle gilt, hilft dies all denen, die ihn schon freiwillig bezahlen. Das Argument mit den Erdbeeren und dem Kaffee, die dann teurer werden sticht insofern nicht, als dass auch Geringverdiener sich eben diese Erdbeeren und den Kaffee dann auch mal leisten können. Fair Trade in der Schweiz wäre das dann. Kann ich guten Gewissens zum Coiffeur gehen, wenn ich weiss, dass dieser Hungerlöhne bezahlt? Wenn seine Coiffeusen Sozialhilfe beziehen müssen?
Gerade heute wurde publik, dass das Läckerli-Huus an Thailänderinnen Tiefstlöhne bezahlt. Günstig sind die Läckerli ja nicht gerade und ich hätte lieber weniger Verpackung, aber dafür die Sicherheit, dass die Arbeitenden dafür angemessen entschädigt werden.

Übrigens zahlen diese Menschen in die Sozialwerke, haben dannzumal eine bessere Rente und entlasten den Staat über nicht bezogene Prämienverbilligungen…

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Transparenz oder meine Fr.10995.20 Landratsentschädigung (brutto)

Dieser Artikel wurde am 24. April 2014 um 16:10 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht und zuletzt am 24. April 2014 editiert.
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Nun wurden die Abrechnungen von 44 LandrätInnen aufgeschaltet. 46 inklusive ich haben darauf verzichtet. Falls es nach der medialen Waschmaschine noch jemanden interessiert, kann er meine Abrechnungen auf der Landeskanzlei einsehen (diese Möglichkeit gibt es auch). Ich habe nichts zu verstecken. Im obigen Jahres-Betrag sind noch Fr. 991.20 als Reisespesen einberechnet. Die 46 km von Oberwil nach Liestal und zurück werden mir als Kilometer-Entschädigung ausbezahlt, da ich ein Generalabonnement habe. Ich fahre mit Velo und Zug nach Liestal, auch dies im Sinne der Transparenz. Sonstige Spesen habe ich Null. Aber das interessiert ja auch keinen mehr. AHV und ALV werden übrigens auch abgezogen, wie es sich gehört.

Wieso ich es nicht auf der Landratsseite öffentlich mache? Weil ich mir dem medialen Treiben nicht beugen will. Die FDP-Fraktion hat sich taktisch der Transparenz verpflichtet und ihre Entschädigungen veröffentlicht. Dann aber bei der letzten Landratssitzungen eine Interpellation eingereicht, bei der folgende Frage gestellt wird:

Ist sichergestellt, dass Kantonsangestellte bei der Ausübung ihres öffentlichen Amtes nicht
gleichzeitig aus zwei Verdienstquellen Einkünfte erzielen (Lohn / Lohn für bezahlten Urlaub und
Entschädigung des öffentlichen Amtes)?

Im Gegensatz zu Juristen, kann der Polizist und die Kindergärtnerin ihre Arbeit ja nicht im Saal erledigen. Jede moderne Firma sollte es meiner Meinung nach ermöglichen, öffentliche Ämter auszuüben.
Denn die wirklich interessante Frage ist: wer kann es sich leisten, im Landrat zu sitzen? Wer wird alles von der ihn beschäftigenden Firma für seinen Einsatz für die Öffentlichkeit bezahlt oder freigestellt? Die einfache Verkäuferin oder Malerin wohl kaum, oder? Damit ich dies diskutieren kann, habe ich mich geweigert, es einfach zu machen. Wobei so oder so klar ist, wie viel wir im Landrat erhalten: Fr. 50.00 pro Stunde Kommissions-Sitzung oder Landrat plus eine Grundentschädigung von Fr. 4400.00 im Jahr. Die Spesenabrechnungen werden geprüft, wie es in jeder Firma üblich sein sollte. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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Die neue (Un-)Lust an der Politik

Dieser Artikel wurde am 28. März 2014 um 12:28 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Gestern war wieder Landrat. Da wir dermassen viele Vorstösse haben, die noch nicht behandelt wurden (ca. 300), fangen wir früher an und hängen abends auch noch einmal eine halbe Stunde an. Abarbeiten eben. Manchmal wird um jeden Satz im Landratssaal gekämpft und diskutiert. So wie gestern, als es um die Teilrevision des Gesetzes über die Organisation und die Geschäftsführung des Landrates ging. Also eigentlich um unser „Funktionieren“. Was soll die GPK? Was sollen die anderen Kommissionen? Oberaufsicht heisst nun was? Während den letzten Wochen, in denen es um die Überzeitabgeltung der Lohnklassen 1-10 ging, standen mehrere Kommissionen in der Öffentlichkeit. Dies hat natürlich auch die Debatte beeinflusst. In der langen Zeit, in der dieses Gesetz beraten wurde, ist viel geschehen. Das Thema „Amtsgeheimnisverletzung“ beschäftigt uns immer häufiger. Dazu kommen auch Fragen zum Öffentlichkeitsprinzip. Haben die Medien wirklich das Recht, alles zu erfahren, damit der Bürger und die Bürgerin sich eine Meinung bilden können? Gehören auch die Spesen der Landräte dazu? (Die übrigens kontrolliert werden)

Vielleicht sollten wir einmal grundsätzlich darüber diskutieren, was die Politik überhaupt soll. Kauft sich das Volk quasi politische Leistungen ein? Nach dem Motto „ich bezahle Steuern, dann sollen die auch..“ oder ist es nicht grundsätzlich so, dass wir (anstatt im Baselbiet eine Vollversammlung durchzuführen) einfach Delegierte sind, die ihre Wählerinnen und Wähler vertreten? Dies nach bestem Wissen und Gewissen, weil bei meiner Wahl klar war, wofür ich einstehe? In der Romandie ist das Staatsverständnis ein anderes: man ist „Citoyen“, man schliesst sich zusammen, um etwas einzufordern. Hier hingegen wird vielmehr das kritisiert, was getan wird, ohne aber wirklich eine Bewegung zu werden. Es ist eine Unlust an der Politik, befeuert durch Medien, die nie wirklich etwas gut finden. Entweder ging es zu lange, oder war sowieso falsch oder innerhalb einer Partei gab es tatsächlich verschiedene Meinungen. Irgendetwas ist immer. Nur gut ist es nie. Wie sollen die Parteien nun Menschen motivieren, sich zur Wahl zu stellen? Wer mag sich das noch antun? Es hat nur zu einem kleinen Teil mit der Entschädigung zu tun, sondern mit der Motivation sich für etwas Positives einzusetzen und auch zu sehen, dass etwas werden kann. Sicher, auf Missstände hinzuweisen ist wichtig. Wenn etwas aber sich zum Positiven verändert, darf man dies ebenfalls vermelden.

Ich glaube, dass die Menschen gerne positive Dinge lesen, gerne Bewegung spüren. Auf der öffentlichen (!) Tribüne des Landrates hat es meist Platz, bildet euch doch am 10. April selber eine Meinung.

 

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Abschiede

Dieser Artikel wurde am 26. März 2014 um 15:59 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Letzten Freitag konnte ich an der Generalversammlung mein Amt als Präsidentin von Procap Nordwestschweiz an meine Nachfolger übergeben. Anita Burau und Franz Hartmann werden von nun an den Verein und die Region im Co-Präsidium führen. Die weiteren Vorstandsmitglieder bleiben und führen damit ihr ehrenamtliches Engagement weiter. Herzlichen Dank an alle für die wunderbare Zusammenarbeit in den letzten 5 Jahren. Wir haben zusammen viel erreicht und können stolz auf das Erreichte sein. Zum Abschied gab es von der Geschäftsstelle eine gut gefüllte, kunstvolle Schale aus dem Wärchlade in Olten. Quasi als Abschiedsgeschenk reiche ich morgen ein Postulat zur Integration der Fahrten für Behinderte in den ÖV ein. Das habe ich einem Mitglied von Procap versprochen. Natürlich aber ist mein Engagement für Menschen mit Behinderung nicht vorbei.

Schale aus dem Wärchlade Olten

Schale aus dem Wärchlade Olten

 

Der zweite Abschied fand gestern und heute von den Bäcker-Konditor-Confiseur/innen EBA und den Metallbauern EBA statt. Sie haben ihre Lehre abgeschlossen und damit ist unsere (Elisabeth Augstburger und meine) Aufgabe als Mentorinnen für dieses Jahr beendet. Wir freuen uns aber jetzt schon auf neue Aufgaben im nächsten Jahr.

Arbeiten der Metallbauer/innen EBA

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Und die Bäcker-Konditor-Confiseur/innen EBA

Backwaren

Backwaren

Es gab noch viel mehr…

Morgen geht es wieder in den politischen Alltag im Landrat, zum zweiten Mal mit verlängerter Sitzungszeit, wohl aber auch mit vielen Vorstössen.

 

 

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Wettbewerb und Leistung

Dieser Artikel wurde am 19. März 2014 um 18:59 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Es ist das Zauberwort jeder politischen Diskussion: Wettbewerb. Es muss, so die gängige Meinung, Wettbewerb herrschen, damit sich alle anstrengen. Die Spitäler, die Krankenkassen, die Schulen, Steuern – für alle und alles scheint es nur um eines zu gehen: besser zu sein als die anderen, mit dem Ziel hohe Qualität und günstige Preise zu haben. Eigentlich ein Widerspruch. Qualität hat ihren Preis. Man kann aber sicher Abläufe vereinfachen und Entwicklungen hinterfragen.

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Artificia

Dieses Wunderwerk wurde an der Artificia der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Muttenz (GIBM) ausgestellt. Es werden dort Schaustücke der Lehrlinge Bäcker-Confiseure präsentiert. Elisabeth Augstburger und ich betreuen im Rahmen eines Mentoring-Projektes Schüler und Schülerinnen der GIBM, Stufe EBA. Es ist für uns beide äusserst spannend zu erleben, wie die Arbeiten sich vom ersten Entwurf bis zur Prüfung entwickeln. Die Herstellerin dieses Stückes wollte etwas Schönes erschaffen. Ich gratuliere Lirie Krasniqi herzlich für diese tolle Leistung, auch wenn es keinen Preis gab.

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Spitalmarkt

Dieser Artikel wurde am 12. Februar 2014 um 13:37 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Unsere Kantonsverfassung sagt unter Paragraph 111 zu Gesundheit folgendes:

Der Kanton

….

2 Er führt medizinische Anstalten, beaufsichtigt die privaten Kliniken und koordiniert das Spitalwesen.
3 Kanton und Gemeinden stellen in Zusammenarbeit mit Privaten die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher. Die Gemeinden fördern die örtliche Haus- und Krankenpflege.
4 Der Kanton sorgt für die Ausbildung von Spitalpersonal, beteiligt sich an der medizinischen Lehre und ordnet die Ausübung der Heilberufe.

und im Spitalgesetz unter Paragraph 19

1 Der Landrat übt die Oberaufsicht über die Unternehmen aus.

Mit der Verselbständigung und der Fusion wollte man damals die drei Spitäler fit machen für den Wettbewerb. Während man also Schwerpunkte und tolle Strategien für den Gesundheitsmarkt entwickelte, musste die Medizin ja weiter funktionieren. Die Notfallstationen mussten alle aufnehmen, die da kamen und eigenartigerweise kamen Patienten und Patientinnen mit allen möglichen nicht vorhersehbaren Diagnosen. Grundsätzlich ist die Aufgabe der Politik, die Gewährleistung von medizinischen Leistungen für alle zu garantieren. Gute Medizin wäre das Ziel. Diese bedingt gute Arbeitsbedingungen für das Personal und natürlich gute Behandlungen für die Patienten. Die Einführung der Fallkostenpauschalen (nicht besonders hinterfragt in der Politik) hat nicht zu der Verbesserung der Medizin geführt. Vielleicht der Finanzen, aber nicht einmal das ist gesichert.

Morgen werden im Landrat diverse Vorstösse eingereicht, in fast jeder Tageszeitung sind der CEO und der VR-Präsident ein Thema. Ohne Ärztinnen und Pflegende ist aber jede Strategie nutzlos. Rasche Hilfe ist gefordert, denn nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative dürfte die Personalrekrutierung nicht einfacher werden. Es braucht also ein klares Bekenntnis der Politik. Ich danke allen, die in den kantonalen Kliniken auch weiterhin Tag für Tag gute Arbeit leisten.

 

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Mediengeschichte

Dieser Artikel wurde am 28. Januar 2014 um 18:57 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht und zuletzt am 28. Januar 2014 editiert.
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Ich habe mir ein neues Hobby zugelegt: Mediengeschichten rekonstruieren. Beruflich befasse ich mich mit dem Thema e-Health (elektronische Vernetzung der Gesundheitsdienste im weitesten Sinne). Wenn ich einen solchen Artikel lese, interessiert mich die Entstehung (wodurch wurde der Artikel ausgelöst?) natürlich sehr. Der Verweis auf „20 Minuten“ hätte mich eigentlich warnen sollen, aber ich wollte unbedingt mehr darüber wissen. Dies ist nun der ursprüngliche Artikel, in dem tatsächlich eine „Cloud“ als Ablage für elektronische Patientendossiers vorgeschlagen wird. Dies, wie immer in „20 Minuten“, mit vielfältigen Kommentaren. Ob dies die Parlamentarierinnen in Basel wirklich so wollten, habe ich mich gefragt. Denn eine Cloud ist nur unter vielfältigen Auflagen geeignet für die Aufbewahrung von Patientendaten und das mit dem Notfall hat sich schon lange erledigt. Der erste Modellversuch ist es übrigens nicht, Genf, St. Gallen und Tessin arbeiten ebenfalls daran. Dies alles zu erklären würde hier aber zu weit führen. Immerhin war ich in meiner Mediengeschichte einen Schritt weiter.

Offenbar hatte der Grosse Rat Geld bewilligt (es geht meist nur ums Geld…). Nach einigem Suchen fand ich dann endlich das Ursprungsdokument. In der Ergänzung zum Protokoll der Gesundheits- und Sozialkommission, ganz auf der letzten Seite, findet sich dann die Bemerkung, dass es bei der „e-Health-Cloud“ eigentlich um eine „xds.-Affinity Domain“ handelt. Das kann nun jeder/jede selber im Internet suchen, aber es entspricht nicht dem, was so landläufig unter einer „Cloud“ verstanden wird.

Die grosse Frage ist nun, wie ein Entscheid, die Infrastruktur von H-Net AG  mitzufinanzieren, zu einem Artikel über eine Cloud führen kann, der wiederum dazu führt, dass die Basellandschaftliche Zeitung einen Artikel veröffentlicht, der viele Fragen auslöst, aber wenig beantwortet.

Dass das Thema e-Health (oder auch ehealth) komplex ist, ist mir sehr bewusst. Wenn dann wirklich einmal die Patienten damit konfrontiert werden, dass sie die Zugangsberechtigungen definieren müssen, wäre ich sehr froh, die Berichterstattung würde erklären, statt verwirren. Es geht dabei um sehr sensible Daten und komplexe Prozesse. Habe dazu ebenfalls einen Vorstoss eingereicht.

Heute erschien, wie wenn offenbar noch jemand anders Erklärungsbedarf gesehen hätte, in der Druckversion der Basellandschaftlichen Zeitung dann doch noch dieser Artikel. Damit hätte die Geschichte doch noch ein glückliches Ende gefunden.

ePatientendossier Basellandschaftliche Zeitung

 

 

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Die Wirtschaftspartei

Dieser Artikel wurde am 27. Januar 2014 um 09:01 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht und zuletzt am 28. Januar 2014 editiert.
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Eigentlich sind die Herren Buser und Meier in verschiedenen Parteien. Auf deren Listen wurden sie einmal gewählt. Nun aber haben sie still und leise eine neue Partei gegründet: die Wirtschaftskammer. Mit einer Initiative und zwei Motionen wollen sie eine „Entpolitisierung“ der staatsnahen Betriebe erreichen.  Es ist nicht so klar, was der Rest ihrer Parteien davon hält.

Dass Regierungsräte nicht im Verwaltungsrat sitzen sollen, habe ich betreffend Spitäler schon moniert und einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. Dabei geht es mir aber um die Verbesserung der Qualität und die Vernetzung. Die staatsnahen Betriebe müssen näher zum Volk und nicht weiter weg! Die Kompetenzen der GPK sind zu klären. Denn das Risiko trägt bei diesen Betrieben der Staat als Eigner und das sind nun mal wir alle. Verwaltungsratsposten sollen ruhig ausgeschrieben werden wie zum Beispiel im Kanton Aargau. Dafür können sich dann aber wirklich alle bewerben und die Ausschreibungen sind öffentlich, was dazu zwingt, die Kriterien, die jemand erfüllen muss, transparent zu machen. Was wir nicht brauchen, ist Filz. Warum aber Verwandtschaft per se Filz bedeutet, ist nicht geklärt. So gross ist die Schweiz nun mal nicht. Und was die Parteien betrifft: mir ist allemal lieber, jemand muss auch seiner Partei erklären, was er da genau tut, als dass Grosskonzerne Leute schicken, die von niemandem mehr kontrolliert werden können.

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Abrechnung

Dieser Artikel wurde am 9. Januar 2014 um 20:25 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Nun, jetzt kommt wohl nicht ganz das, was gewisse Menschen nun von mir erwarten. Sorry.

Da ich gerade wieder (wie jedes Jahr im Januar) die Lohnausweise für meine Mitarbeitende ausfüllen durfte, schaute ich wieder mal unter meiner Lieblingsseite www.bl.ch nach. Könnte ja sein, dass der Wirtschaftssturm schon digitale Spuren hinterlässt. http://www.baselland.ch/lohnmeldepflicht-htm.283284.0.html war die Antwort. Frau findet aber auch dies: http://www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/fkd/steuern/lohnmeldepflicht_arbeitgebende.pdf Immerhin ein Hinweis auf die Elektronische Lohnmeldung, die seit letztem Jahr auch Anschluss an den Kanton Baselland hat. Interessant ist ja, dass dieses Lohnausweiseinreichen im Rahmen der Generellen Ausgabenüberprüfung 2006 eingeführt wurde. Der erhoffte Mehrertrag blieb allerdings weit entfernt vom tatsächlichen. Man hatte 10 bis 20 Millionen errechnet, es war dann nur ca. 1 Mio., die aufgrund von Straf- und Nachsteuern erhoben werden konnten. Trotzdem blieb die Massnahme bestehen, mittlerweile haben sich offenbar alle daran gewöhnt.

Hilfreich wäre für kleine Buden wie meine, wenn, wie bei der Ausgleichskasse, die Lohnausweise im Online-Portal deklariert werden könnten. Auf die CD/DVD verzichte ich aus Kostengründen (wer hat heute noch CDs?). Bleibt nur Ausdrucken und ins Couvert stecken, denn eine Lohnsoftware lohnt sich für mich definitiv nicht. Da das Porto für grosse Couverts höher ist, habe ich Rahmen meiner persönlichen Sparmassnahmen die Blätter gefaltet (aber nur einmal).

Um doch noch zu einem aktuelle Thema zu kommen: das oben beschriebene Verfahren liesse sich ja auch für alle staatsnahen Betriebe und ihre Leitungsgremien angepasst anwenden. Wir können dies ja ins Entlastungspaket 2014 nehmen…

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Medien II

Dieser Artikel wurde am 3. Januar 2014 um 21:51 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht und zuletzt am 3. Januar 2014 editiert.
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Heute geschah medienmässig dann noch dies:

Die Tageswoche äussert sich zu ihren Zielen. Es lohnt sich, die Kommentare zu lesen… Zwei Jahre lang hatte ich die TaWo abonniert, voller Hoffnung auf Recherche und den Blick über die Grenzen. Nun, da sie plastikverpackt mit der Post am Mittag kommt, hat sie mich verloren. In diesem Text geht es um ganz viel, vor allem um viel warme Luft. Die Real-Life-Komponente der Veranstaltungen?

Wen will man damit überzeugen? Ich wünsche allen Journalisten und Journalistinnen gute Arbeitsplätze und viel Erfolg.

 

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Medien

Dieser Artikel wurde am um 21:00 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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Zum neuen Jahr (alles Gute dazu) einige Gedanken zur Medienlandschaft.

Im ersten Beispiel geht es um Medizinisches. In einem Artikel über Bandscheibenprobleme in der Schweizer Familie (Nummer 47/2013) wurde über eine Studie an der Zürcher Schulthess-Klinik geschrieben, die als Ergebnis hatte, dass Aerobic und Krafttraining bei Rückenschmerzen besser abschneiden würden als Physiotherapie. Interessant, dachte ich, und suchte die Studie. Nach langer Suche stiess ich auf die Studie, sie stammt aus dem Jahr 2001 und eigentlich ging es vor allem darum, dass Menschen, die in der Gruppe trainieren, motivierter sind. Davon stand aber im Artikel nichts, der Autor ging zu den Operationen über. Darf man das? Wer kontrolliert das? Wenn man weiss, wie sich das Wissen in der Medizin stetig vergrössert, darf man eigentlich nicht eine 12 Jahre alte Studie zitieren oder man sollte so korrekt sein, das Alter anzugeben.

Im zweiten geht es um die Politik. Beinahe wöchentlich rufen Journalisten und Journalistinnen an und wollen eine Meinung zu einem Thema. Mal geht es um den Lehrplan 21, mal um die Amtszeitbeschränkung in unserer Partei (und/oder die in die Runde geworfene Altersbeschränkung von 65) , mal um Honorar- und Spesenaffären. Es muss einfach eine Schlagzeile geben. Als ich bei der Amtszeitbeschränkung einfach unsere Statuten zitierte, meinte der Journalist, das gebe nun einfach einmal keine Schlagzeile. Gut, immerhin war er ehrlich. Er wurde dann doch noch fündig.

Opfern wir die Recherche für die Schlagzeile? Ist es wirklich die Schlagzeile, die die Leute interessiert? Was nehmen wir überhaupt an Informationen in dieser Flut von Mails, Blogs, Tweets, Printmedien und Radio noch auf? Ist Politik das, was in den Medien steht? Die SP Baselland berichtet über Homepage, Facebook und Twitter selber über wichtige Vorstösse. Diese Möglichkeit gab es früher nicht. Trotzdem bleiben die Printmedien für einen Teil der Bevölkerung wichtig. Wer die Medien hat, hat die Macht. Die grosse Herausforderung wird also sein, Vertrauen zwischen Medien, Politik und Gesellschaft herzustellen. Eine gute Aufgabe für das neue Jahr. Packen wir`s an.

 

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1 Kiste

Dieser Artikel wurde am 21. November 2013 um 11:00 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht und zuletzt am 21. November 2013 editiert.
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1980

1980

 

 

Aufräumen ist die Beschäftigung des modernen Menschen. Früher gab es nicht so viel, die Habseligkeiten hatten in 1 (!) Kiste Platz. Heute beschäftigt sich eine ganze Branche damit, wie wir unseren ganzen Sachenreichtum irgendwie sortieren können. Es gibt Ratgeber und sogar Beraterinnen, die nach Hause kommen um zu helfen, all die teuer erkauften Dinge wieder loszuwerden. Mein Liebling ist das Kistenmodell (1 für „Kann weg“, 1 „Irgendwie verteilen“, 1 „Behalten“). So viel zur Theorie.

Gestern war nun Estrich-Räumtag. Als Queen Mum und unsere Familie vor bald 18 Jahren zusammenzogen, kamen auch meine alten Schulsachen wieder zu mir. Da ich sehr lange in Ausbildung war, gab es nun kistenweise Bücher, Ordner und Mappen, ergänzt durch Bücher, Ordner und Mappen von Prinz und Prinzessin, die auch schon länger in diversen Institutionen gebildet werden. Musste feststellen, dass meine Fertigkeiten in Stenographie wohl nie mehr gefragt sein werden – gerade deshalb habe ich das Heft behalten. Andererseits habe ich sehr viel Zeit mit mathematischen Funktionen verbracht, die mein Hirn sicher gefordert haben, die aber nie Anwendungen fanden. Also weg damit. An vieles konnte ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, aber mit den Zeichnungen zur Geologie hatte ich offenbar sehr viel Zeit verbracht. Kamen also auch in die „Behalten“-Kiste. Die Generation Y hat da wenig Probleme: kann alles weg, ist eh auf Wikipedia zu finden.

Für meine Jugendbücher mache ich einen Spaziergang zum Bücherbroki. Noch nicht ganz geklärt ist das Schicksal meiner Gitarre (passt nicht in eine Kiste…) und der ehemals für sehr ergonomisch gehaltenen Stühle, bei denen man auf den Knien sitzt.

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Präsidium SP Baselland

Dieser Artikel wurde am 23. Oktober 2013 um 18:53 von Pia Fankhauser in der Kategorie Allgemein veröffentlicht.
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vor einer Woche wurde ich zur Präsidentin der SP Baselland gewählt. Herzlichen Dank allen Delegierten, die mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben! Ich war völlig überrascht, welches Echo diese Wahl ausgelöst hat. Ich habe nun mindestens 20 Follower mehr auf Twitter, habe Karten und e-Mails und viele persönliche Gratulationen erhalten.

Von Journalisten habe ich auch erfahren, dass diese, wenn sie Informationen brauchen, dieses Blog lesen. Es ist nun aber nicht so, dass hier nun die neuesten Medienmitteilungen der SP Baselland erscheinen werden. Hier berichte ich vieles: berufliches, persönliches, politisches. Die Kommunikation der SP Baselland findet dort statt, wo SP Baselland drauf steht. Es ist mir wichtig, die Rollen zu klären und diese auch so zu kommunizieren. Ich bleibe ja auch als Präsidentin noch Landrätin, gewählt von meinem Wahlkreis. Mir wurde von einem Journalisten vorgeworfen, ich hätte ja nun nicht gerade weltbewegende Vorstösse eingereicht. Nun, mir sind die Leute, die eine leise Stimme haben, eben wichtiger.

Die Mitglieder der SP Baselland haben eigene Bedürfnisse und mir ist es ein Anliegen, mit ihnen darüber zu diskutieren. Teilhabe an Informationen und Entscheidungen ist das Ziel. Für alle statt für wenige. Ich freue mich!

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