Abenteuer in der Agglo

Velos haben manchmal die Angewohnheit, am falschen Ort zu stehen, d.h. nicht dort, wo frau sie brauchen würde sondern irgendwo anders. Am Bahnhof zum Beispiel. Zum Bahnhof zu fahren ist am Morgen sehr angenehm, zumal es nach Basel bergab geht. Anders sieht es dann abends aus: heiss und bergauf. Also lasse ich es stehen um dann am Montagmorgen festzustellen, dass es eben nicht dort ist, wo ich bin. Da wir etliche Ersatzvelos in der Garage haben, nehme ich ein anderes. Das löst aber nicht das Problem von Velo A, das ja irgendwann wieder nach Hause muss. Kein Problem, wenn frau sich eh vorgenommen hat, zwecks Fitnesserhaltung die Joggingschuhe zu schnüren. So trabte ich also um 7 Uhr morgens Richtung Basel-Stadt um ennet der berühmten Grenze mein Velo abzuholen. Es ging wie immer im Leimental zuerst steil bergauf, dann durch den Wald und den Rest der Landwirtschaftszone bis ich dann die architektonischen Errungenschaften der Agglo (auch Speckgürtel genannt) bewundern konnte. Im Gundeli ist die Joggende irgendwie fehl am Platz, erst recht in der Passerelle, wo dank Sommerferien wenigstens ein wenig Platz war. Als Joggingstrecke würde ich den Bahnhof aber eher nicht empfehlen. Nach 45 Minuten erreichte ich Velo A und machte mich auf den Land-Weg. Fazit: meine Kondition ist noch verbesserungsfähig, was man von der Raumplanung nicht unbedingt sagen kann, da ist Hopfen und Malz verloren.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

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