Satire

ist eine heikle Sache. Sie setzt voraus, dass man Satire als solche auch begreift. In der heutigen Sonntagszeitung wirft ein Leserbriefschreiber Peter Schneider Rassismus vor. Aber eben, der Herr Leserbriefschreiber hat die Kolumne P.S. wohl kaum gelesen und dann das satirische Element darin nicht erfasst. Wenn immer möglich höre ich Peter Schneider auf DRS3 oder lese eben seine Kolumne. Er verknüpft genial verschiedene Themen und schreckt vor Tabubrüchen („über so etwas macht man keine Witze“) nicht zurück. Meine satirischen Versuche – eigentlich war es nur einer – im Landrat scheiterten kläglich. Ich wurde nicht verstanden. Da ist es doch tröstlich, dass es Peter Schneider auch nicht besser geht. Am Donnerstag ist es wieder soweit: der Landrat tagt. Mein Postulat zur Gesundheitsförderung des Kantonspersonals kommt an 34. Stelle, unklar, ob ich eine Rede halten muss. Eingereicht habe ich es, weil ausgerechnet die Gesundheitsförderungsfachpersonen keine ergonomischen Möbel haben – die anderen auch nicht notabene. Der Kanton müsse sparen. Dem Volk aber erzählen, was es alles tun muss, um gesund zu bleiben, das dann schon. Und wer je an einem Politikerinnenapéro war, weiss, wie Ernährungsempfehlungen umgesetzt werden…aber eben.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

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