Erfahrungen

Gestern auf der etwas langen Velofahrt von Standaktion 1 in Bottmingen zu Standaktion 2 in Laufen habe ich mich gefragt, warum man von Erfahrungen spricht und nicht von Ergehungen. Mittlerweile vom Duden belehrt, dass das Wort Erfahrung von mittelhochdeutschen „ervarunge“ kommt. Es bedeutet Durchwanderung oder Erforschung. In so einem Regierungsratswahlkampf durchwandert man Täler und Hügel auch im übertragenen Sinn. Den einen bin ich zu wenig forsch, den anderen zu links oder zu wenig konkret. Es gibt aber auch solche, die meine Ehrlichkeit schätzen oder meine Kompetenz in Gesundheitsfragen. Mit den Medien habe ich nun auch einige Erfahrungen machen können. Originellerweise durfte ich den Ort des Interviews immer aussuchen. Es wäre bequem gewesen, meine Praxis zu nehmen. Aber ich wehre mich gegen das Bequeme und radelte also zur Schleuse Birsfelden, zum Bruderholzspital, zum Schlosspark Binningen und fuhr mit dem Zug zur Kantonsbibliothek in Liestal. Die Fragen glichen sich und gingen nie wirklich in die Tiefe. Nett waren sie alle, aber ich hätte mir gute Diskussionen gewünscht. Wer sich ein Bild machen will, kann das dank Internet über diesen Link  tun oder auch diesen (Radio). Da ich erst heute Zeit hatte, mich selber zu hören oder zu sehen, kann ich selbstkritisch anmerken, dass etwas mehr Überzeugungskraft wohl nicht geschadet hätte. Aber auch das gehört zu den Erfahrungen. Oder wie man so schön sagt: nachher ist man immer gescheiter…

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

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