Liebe FDP

Sie schlagen vor, dass Gesundheitsbewusste (BMI! Fitness!) weniger Prämien zahlen sollen. Da Sie ja jetzt einen eigenen Gesundheitsbundesrat haben, fällt es vielleicht leichter, solche Ideen in aller Öffentlichkeit zu entwickeln. Ganz durchdacht scheint es mir nicht zu sein. Aber Ihre Vorschläge sind natürlich Wasser auf meine Mühlen:
1. Sie wollen ja nicht allen Ernstes, dass eine Vielzahl von Krankenkassen mit einer Vielzahl von Leistungserbringern Verträge abschliessen, oder? Also wollen Sie die Einheitskasse? Gratuliere! Sind wir uns ja schon einig.
2. Gesundheitsbewusste fahren Velo oder gehen zu Fuss, jeden Tag. Sie wollen die Strassen also Fussgängern und Velos überlassen? Gratuliere, schon wieder sind wir uns einig!
3. Jetzt müssten Sie, liebe FDP, als Wirtschaftspartei endlich einsehen, dass das Gesundheitswesen einen stabilisierenden Faktor darstellt. Im Gesundheitswesen arbeiten wir sogar ohne Boni zu sehr moderaten Löhnen. Also wäre es nett, wenn Sie einsehen würden, dass nicht die Leistungserbringer das Problem darstellen, sondern das, was Sie als „Markt“ bezeichnen. Vielleicht können Sie mal nachsehen, wo meine Prämien geblieben sind. Danke.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

2 Gedanken zu „Liebe FDP“

  1. Die haben keine neuen Ideen, was? Aber was kann man schon von den bürgerlichen erwarten? Zitat: Eine Kürzung der Arbeitslosengelder ist zumutbar. Das kann nur einer sagen, der schöne Bonis abzockt und niemals gestempelt hat.

    Ich zahle ja etwa gleich viel Krankenkasse, wie ich Steuern zahle. Nicht weil ich so eine hohe Prämie habe, nein! Ich verdiene so wenig. Ich wäre daher dafür, dass die Krankenkassenprämie an das Einkommen gebunden wird. Momentan geht etwa 10% meines Einkommes an die Krankenkasse. Würde gerne mal wissen, was ein Vasella so an die Krankenkassen abdrückt. Bestimmt nicht 10% seines Einkommens. Das wären ja Millionenbeträge und das Gesundheitswesen hätte keine finanziellen Probleme mehr.

  2. REPLY:
    ja alles für die Einheitskasse und einkommensabhängige Prämien. Allerdings wäre Einkommen dann wirklich Einkommen und nicht so etwas Ähnliches wie

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