Impfzwang

Hatte gerade ein Gespräch mit der Journalistin der BaZ über den Impfzwang. Meine Kinder sind gegen alles und jedes geimpft, denn Keuchhusten, Masern und Röteln sind nun nicht Krankheiten, die so einfach wie eine Erkältung vorüber gehen. Ich weiss aber, dass es viele Eltern gibt, die überzeugt sind, man müsse diese durchgemacht haben (wieso nur diese, wieso auch nicht Kinderlähmung, Pocken etc.?). Es mangelt deutlich an der Information und deshalb bin ich auch gegen einen Impfzwang. Wie will man denn die Nicht-Impfung sanktionieren? Was mir aber möglich erscheint, ist, dass ein ungeimpftes Kind halt nicht in die Schule kann, wenn die Krankheit (Masern z.B. sind meldepflichtig) ausgebrochen ist. Offenbar ist es aber so, dass es keine Einzelimpfstoffe mehr gibt, nur noch Kombi (also Masern-Mumps-Röteln). Nicht alle machen dieselben Komplikationen und man könnte deshalb „altersgemässer“ impfen. Vielleicht äussert sich aber auch ein/e Impfexpert/in zum Thema. Lasse mich gerne belehren.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

5 Gedanken zu „Impfzwang“

  1. Wer A sagt, soll in der Regel auch B aussprechen. Also: Wenn Impfzwang, dann Sanktionen bei Verweigerung!
    Als ixch Kind war, lange ist es her, musste man vor dem Schuleintritt den Impfausweis vorzeigen! Un d siehe da: Niemand wollte kneifen

  2. REPLY:
    vieles wurde ja aus Kostengründen gestrichen. Bei den Röteln könnte man es so machen, dass diejenigen Mädchen, die mit 12 noch keine hatten, dann geimpft werden. Bei Masern und Mumps vor dem Kindergarten, sonst eben kein Eintritt in den Kindergarten. Keuchhusten, Diphterie, Kinderlähmung müssten aber schon kurz nach der Geburt geimpft werden. Ich nehme mal an, dass die meisten Eltern nur das Beste für ihr Kind wollen.

  3. ist der gute alte schulärztliche Dienst geblieben? Zu meiner Zeit gab es noch einmal pro Jahr eine Reihenuntersuchung in der Turnhalle, durchgeführt durch den Schularzt. Dort wurden alle Gebrechen festgehalten, der Impfausweis kontrolliert, fehlende Impfungen durchgeführt und auch sonstige notwendige Maßnahmen (z.B. das Buggeliturnen) eingeleitet. Mindestens in der Stadt, in welcher ich aktuell arbeite, gibt es diesen Dienst nicht mehr. Ist das sinnvoll?

  4. REPLY:
    ist das sicher nicht, aber unter den Sparübungen, die jahrelang in unserem Land wüteten, normal. In unserem Kanton heisst das GAP (im Englischen wäre das eine Lücke…) bei uns bedeutet es „Generelle Aufgabenprüfung“. Da wurde auch das „Zahnputzfräulein“ gestrichen (sorry für den unkorrekten Ausdruck).

  5. Ein Angriff auf die Freiheit

    Masern – seit Tagen geistert ein künstlich hochstilisiertes Schreckgespenst durch die Medien – eine normalerweise harmlos verlaufende Kinderkrankheit, welche schon Millionen von Kindern – und darunter auch ich selbst – ohne jegliche Folgeschäden durchlebt haben, wird quasi der Pest gleichgestellt. Ja sogar ein Impfzwang wird diskutiert – ein Eingriff in unser Grundrecht – die Freiheit der Wahl – per se. Auch die jüngsten Berichte bezüglich der angesteckten Flugpassagiere zielen auf dasselbe ab und kommen sehr polemisch daher, beträgt doch die Inkubationszeit ca. 10 bis 14 Tage (!) – rechnen Sie selbst.
    Wo führt das hin? Was ist die Absicht hinter dieser Panikmache? In wessen Interesse wird gehandelt? Fragen, welche mich beschäftigen, halte ich es doch für mehr als fragwürdig, ob bei diesem radikalen Vorgehen wirklich die Volksgesundheit im Vordergrund steht. Vielmehr vermute ich da ein Interesse der Pharmaindustrie, würde diese doch durch einen solchen Impfzwang, sollte er Zustande kommen, ein Millionengeschäft machen.
    Und genau um diesen Zwang geht es. Das Wörterbuch umschreibt das Wort Zwang mit: „die nachdrückliche Beeinflussung der Entscheidungs- und Handlungsfreiheit durch verschiedene Einflüsse.“ Freiheit wiederum wird beschrieben als „die individuelle Möglichkeit, ohne Zwang zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auswählen und entscheiden zu können“ – ein Grundrecht, welches sogar im Völkerrecht festgehalten wird. Nun wird versucht, genau da anzusetzen – und die Masernimpfung ist erst der Anfang. Diese gottgegebene Freiheit der Wahl müssen wir ehren und notfalls auch verteidigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass versucht wird, der Familie und jedem einzelnen von uns dieses Recht zu entreissen und dem Staat zu übergeben – insbesondere auch deshalb nicht, weil auch durch Impfungen schwere Gesundheitsschäden verursacht werden können!

    Jürg Schmutz
    6332 Hagendorn

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