Erziehungsbilanz

Heutzutage wird Eltern gerne vorgeworfen, so ziemlich alles mit ihren Kindern falsch gemacht zu haben. Zu verwöhnt, zu wenig Zeit mit ihnen verbracht, zu viel herumgefahren – es gibt viele Zus. Zeit für mich also, endlich mal zu schauen, wie meine Erziehungsbilanz betr. Prinzessin und Prinz Charming aussieht: ernüchternd würde ich mal sagen. Wobei: sie gehen (ungern zwar, aber trotzdem) zur Schule bzw. zur Arbeit, regelmässig, wie ich annehme. Gewalttätig sind sie seit der Primarschule nicht mehr, Drogen habe ich auch noch keine gefunden, wobei ich nicht weiss, ob ich sie erkennen würde. Sie können theoretisch mit Messer und Gabel essen, nur braucht man die bei Fertigpizzas nicht. Die stundenlangen Diskussionen um Mitarbeit im Haushalt muss ich wohl unter Kommunikationsfähigkeit positiv abbuchen. Bei der Chaostheorie arbeitet der Prinz an vorderster Front mit, was ich definitiv im Minus sehe. Auch die Nichtwürdigung meiner vitaminreichen, in meiner Mittagspause eilig zubereiteten Menüs fällt negativ auf. Allerdings nur mir. Die Erzogenen finden mich nur anstrengend. Und praktisch, nehme ich mal an.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

2 Gedanken zu „Erziehungsbilanz“

  1. Mir interessieren brennend die Kommentare der zwei „Erzogenen“. Was sagen sie zu der Bilanz der Königin Mutter? Und was sagt dazu der König?

  2. REPLY:
    meint nicht so viel, ist aber eigentlich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Die Erzogenen haben sich gerade köstlich amüsiert und darauf hingewiesen, dass sie ja weder rauchen noch kiffen würden. Dafür sind sie spielsüchtig, aber das ist weniger schlimm.

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