Statistik

Heute morgen unangenehmes Telefonat mit Arzt geführt. Habe seine schöne (?) Statistik bei der Santésuisse zerstört (meint er). Es geht darum, dass wir Leistungserbringer mit so ziemlich allem, was wir tun, erfasst werden und dann hübsch sortiert in der Statistik landen. Hat man einen gewissen Wert überschritten, bekommt man einen Brief. Worauf man zu erklären hat, warum. Dann ist dann die eigene Statistik gefragt, die hat man dann zu konsultieren und zu erklären, weshalb z.B. nur alte Menschen mit mindestens drei Krankheiten bei einem erscheinen. Kann sein, dass das genügt. Kann auch nicht sein. Der Schlusspunkt ist dann die Rückforderung der Krankenkassen über zu viel bezahlte Gelder. Was aber selten vorkommt. Den Patienten ist meist gar nicht bewusst, wieso immer November (Statistik!) keine Therapie mehr verordnet wird. Eigentlich stünden die Krankenkassen im Dienste der Patienten zur Rechnungskontrolle und nicht zu ihren eigenen zur Gewinnsteigerung. Was aber auch wieder ein eigenes Thema ist.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

2 Gedanken zu „Statistik“

  1. Mehr Wettbewerb bringe für alle bessere Bedingungen – so wiederholen bürgerliche Parteien gebetsmühlenartig. Am Ende ist dann Herr und Frau Bürgerlich überrascht, dass die Krankenkassen im Wettbewerb mehr Geld verdienen wollen. Herr und Frau Espee überrascht das nicht. Darum sind wir von mehr Wettbewerb auch nicht so begeistert und finden die Einheitskasse nach wie vor eine gute Idee.

  2. REPLY:
    Schade, hat das damals niemand so treffend formuliert! Für eine Versicherung (privat!) gibts ja nichts Schöneres als ein Obligatorium. Wieso machen wir nicht Genossenschaften daraus? Mit der Prämie würden wir dann halt unseren Anteil einbezahlen, dafür gehörte uns dann das Ganze, Mitbestimmung inklusive.

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