Keine Altersplanung

Gestern Abend Veranstaltung zum Thema „Altersplanung Baselland“. Irgendwie gibt es sie offenbar oder auch wieder nicht. Die 230 (!) Zuhörer und Zuhörerinnen waren ziemlich unzufrieden nach den diversen Referaten. Sie hatten – wie ich – erwartet, dass konkrete Vorschläge gemacht würden. In unserem Kanton sind Alters- und Pflegeheime, Spitex etc. Sache der Gemeinden. Auf der einen Seite wünschen sie sich vom Kanton Unterstützung in der Planung und Organisation, auf der anderen Seite gibt es solche, die auf ihrer Autonomie bestehen. Und der Kanton? Findet es sei ja alles in Ordnung, auch wenn die Zusammenarbeit (Behandlungskette genannt) zwischen Spitälern (=kantonal) und Spitex (=kommunal) überhaupt nicht funktioniert. Ist ja wurscht. Wir haben eine Task Force für den Cervelat, was brauchts da noch eine Altersplanung?

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

2 Gedanken zu „Keine Altersplanung“

  1. Schon komisch, wenn frau mit 72 so lesen muss, wie sie bald einmal die Gesellschaft belasten wird. Ältere Menschen werden kaum um ihre Meinung gefragt, wenn so viel geforscht und geplant wird. Es werden viele, sehr viele Papiere und sonstige Präsentationen produziert, das Alter ist zum geschäft geworden. Aber: wer hat noch Zeit und Sozialkompetenz, um mit den Menschen in ihren letzten Lebensphase zu sprechen oder ihnen geduldig zuzuhören? Empathie in der Politik? Braucht es dazu eine neue Partei???

  2. REPLY:
    Irgendwie kann man sein Leben mittlerweile sowieso nur zwischen irgendetwas über 20 bis irgendetwas um die 50 statistisch unbelastet geniessen. Wobei Frauen ja auch noch für den demographischen Nachschub der geforderten 2 Kinder sorgen müssen (nur statistisch gesehen natürlich). Vorher ist der Beruf statistisch korrekt zu wählen, danach hat man sich statistisch korrekt vom Berufsleben zurückzuziehen, im Moment ist man aufgefordert, länger zu arbeiten als 65, kann aber auch bald wieder ändern.

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