Mutterpartei

Interessanterweise haben wir das Vaterland aber die Mutterpartei.
Was will uns das sagen? Also: meine Mutterpartei hat angefragt, ob ich heute Abend in die „Arena“ steigen möchte zum Thema Verkehrspolitik. Habe keine Energie dafür ehrlich gesagt. War ja schon mal dort, das reicht. Interessant war dann Folgendes: qualifizierte Männer hätten sie schon genug, aber es fehlt ihnen noch eine Frau. Das passt ja mal wieder. ÖV und Autos und Strassen – die wahren Männerthemen. Ich setze mich für Velos und Fussgehende ein – typisch Frau? Im Wahlkampf wurde ich jeweils von den Journalisten sehr belächelt. Nachgefragt hat nie jemand. Ich wäre für Tempo 30 innerorts generell, nur falls wieder mal jemand fragt.

Autor: Pia Fankhauser

Nicht nur links denkend. Menschen, Politik, Medizin, Technik und das Leben beschäftigen mich.

6 Gedanken zu „Mutterpartei“

  1. Och komm: steig doch in den Ring. Das wird sicher spannend. Und Journalisten: die nicken wohl erst ab 182736 PS anerkennend. Oder ab 765 Verwaltungsratsmandaten. Pha. Drüberstehen!

  2. REPLY:
    ist ja nett von dir, aber das Ferns(t)ehen ist nicht so meines. Habe kurz zugeschaut und war dann ganz froh, zuhause auf meinem Sofa zu sitzen. Steige dafür heute Nachmittag wieder in die Fussballarena: FC Grossrat gegen FC Landrat als Vorspiel zum Finale des Hallenfussballturniers. Dort habe ich meinen Stammplatz: rechts aussen 😉

  3. REPLY:
    wärst du denn gegangen? frau kann natürlich auch ohne energie am fernsehen auftauchen, so als erschöpftes wesen. wahrscheinlich war es die letzte anfrage und meine karriere damit beendet. macht aber irgendwie nix.

  4. REPLY:
    Kommt drauf an, was frau unter Politik versteht. Ich liebe Diskussionen (anständige!) und habe tausend Ideen, was man noch verbessern könnte. Aber ich bin nicht bereit, für einen Auftritt im Fernsehen oder in der Zeitung kostbare Zeit zu opfern. Das wird aber erwartet, wenn man politisch aufsteigen will. Auch die Teilnahme an irgendwelchen Wirtschaftskammer-Apéros, bei denen es zugeht wie bei Königsempfängen. Welten wechseln macht müde.

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